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Großbrand auf Illinger Bauernhof: Mehrere Tiere verbrannt. Fotos: Schmid © Schmid
14.09.2011

Großbrand auf dem Rommlerhof in Illingen

ILLINGEN. Ein erschreckendes Bild bot sich gestern auf einem Illinger Bauernhof: Dicke Rauchwolken stiegen von schwarz verkohlten Strohballen auf und Helfer trugen verletzte Schweine zu einem Anhänger. Zur Mittagszeit wurden Feuerwehr und Polizei zu einem Großbrand auf dem landwirtschaftlichen Anwesen an der Schützinger Straße gerufen.

Bildergalerie: Großbrand auf Illinger Bauernhof: Mehrere Tiere sterben

Nach ersten Angaben der Polizei brach das Feuer in einer Scheune, in der Stroh gelagert wurde aus und griff auf einen angebauten Stall über, indem nach Angaben des betroffenen Landwirts 14 Kälber und 13 Schweine untergebracht waren. Nach ersten Meldungen verbrannten zehn Rinder. Auch Pferde waren in der Stallung, sie und die Schweine konnten aber nach Angaben der Polizei gerettet werden. Auf einer nahegelegenen Koppel kümmerten sich Helfer um die erschreckten Pferde.

Große Hilfsbereitschaft

Die große Hilfsbereitschaft anderer Landwirte, die genau wie Helfer des Illinger Gnadenhofs herbeieilten, um Tiere zu retten und vorerst in ihre Obhut zu nehmen, hob Manfred Beyle vom Polizeiposten Illingen hervor.

Auch Hofeigentümer Albrecht Rommler dankte den Helfern, nachdem der Brand unter Kontrolle war. Beim Essen saßen einige der Bewohner, als Milchviehhalter Rommler das Feuer entdeckte. Um 13.40 Uhr wurde der Brand gemeldet.

Ein Übergreifen des Feuers auf ein direkt neben der brennenden Scheune stehendes Wohngebäude konnte von der Feuerwehr verhindert werden. Die Feuerwehren aus Illingen, Mühlacker und Vaihingen waren im Einsatz. Von der Drehleiter und vom Boden aus bekämpften die Floriansjünger den Brand. Durch Funkenflug der hoch auflodernden Flammen entstanden zwei kleinere Brände auf nahegelegenen Wiesen, die die Feuerwehren aber schnell unter Kontrolle brachten.

Auch Kreisbrandmeister Christian Spielvogel war am Einsatzort. Zusammen mit dem Einsatzleiter und Illinger Feuerwehrkommandanten Joachim Saalbach gab er vor Ort eine erste Einschätzung der Lage ab.

Bürger versammeln sich

In Windeseile hatte sich die Kunde vom Brand auf dem Bauernhof verbreitet. Am Ortsrand von Illingen versammelten sich zahlreiche Bürger, die Rauchwolke war bereits von der B 10 von Mühlacker her kommend zu sehen. Die Wasserversorgung beschrieb ein Feuerwehrmann der PZ gegenüber als schwierig. Zwar gibt es an der Einfahrt zum Hof einen Hydranten. Für ein Feuer dieser Größenordnung war es aber notwendig, zusätzlich Wasser aus einem nahen Gewässer zu benutzen. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern laut Polizei noch an. Die Höhe des Schadens steht noch nicht fest.