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Gut gelaunt: Wieder ein voller Erfolg wurde der Großtauschtag des Briefmarkensammlervereins Ötisheim-Mühlacker. Im Bild von rechts: BSV-Vorsitzender Thomas Zorn mit seinem Stellvertreter und Schriftführer Harry Goltz. Foto: Marx
Gut gelaunt: Wieder ein voller Erfolg wurde der Großtauschtag des Briefmarkensammlervereins Ötisheim-Mühlacker. Im Bild von rechts: BSV-Vorsitzender Thomas Zorn mit seinem Stellvertreter und Schriftführer Harry Goltz. Foto: Marx
09.10.2016

Großtauschtag in Ötisheim: Briefmarken bleiben beliebt

Die Erlentalhalle hat sich als Veranstaltungsort für den Großtauschtag bewährt, unterstreicht der Vorsitzende des Briefmarkensammlervereins (BSV) Ötisheim-Mühlacker, Thomas Zorn. Am Sonntag sorgten zehn Aussteller für eine gelungene Präsentation philatelistischer Glanzstücke und an 60 Tischen gingen zahlreiche Händler zu Werke. In der Regel kommen zwischen 300 und 500 Besucher zum Großtauschtag. Das ist viel im Vergleich zu manch anderem Angebot, für das sich stellenweise nicht einmal 50 Besucher erwärmen, ordnet Zorn das Geschehen in der Erlentalhalle ein.

Der Vorsitzende erläutert, dass es sich beim Großtauschtag um die zweitgrößte Veranstaltung im Landesverband Südwest handelt und der umfasst immerhin Baden-Württemberg und die Pfalz. Zwischendrin habe man aus vereinsinternen Gründen mit dem Angebot zwar für einige Jahre pausiert, gleichwohl, so Zorn, könne man von einer durch und durch beliebten Traditionsveranstaltung sprechen, die Sammler aus einem Radius von hundert Kilometern anziehe.

Zorn selbst ist ein begeisterter Sammler von historischen Marken aus dem Großherzogtum Baden. Ferner mag er Stücke aus den deutschen Kolonialgebieten. Damit liegt Zorn im Trend, denn die Entwicklung geht hin zu hochwertigen und teuren Marken aus der Zeit vor 1900. In diesem Bereich eine komplette Sammlung vorlegen zu können, gestaltet sich aufgrund der teilweise heftigen Preise als nicht einfach. Wer könne sich schon den Baden-Fehldruck 4F leisten, der statt rosa grün ausgefallen sei? 1985 sei eine solche Marke für weit über zwei Millionen Mark versteigert worden. Oft sei es nicht der Katalogpreis, der ausschlaggebend sei, so Zorn, sondern die tatsächliche Marktnachfrage. Bestimmte Sätze aus dem Dritten Reich seien etwa deutlich unter Katalogangabe erhältlich, manche Komplettsammlungen wiederum erzielten deutlich höhere Werte.

Wer beim Großtauschtag einkaufen will, muss eine gut gefüllte Börse mitbringen. Nicht nur Briefmarken, Postkarten und Briefe sind dort erhältlich, sondern auch zahlreiche Münzen und Medaillen, bis hin zu Gold- und Silberausführungen aktueller Sammlerprägungen aus Australien oder China. Eine solche Ein-Unzen-Goldmünze kommt schnell auf einen Preis über 1200 Euro.

Stolz ist man beim BSV, der 1968 gegründet wurde, und aktuell 50 Mitglieder hat, auf die starke Jugendarbeit: So zählt der Verein zwölf Mitglieder im Alter zwischen acht und achtzehn Jahren.