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Der Standort des Abfall-Entsorgungsunternehmens Suez zwischen Ölbronn und Maulbronn soll ausgebaut werden. Insbesondere die Angst vor zunehmendem Lastwagenverkehr beschäftigt viele Bürger in Ölbronn-Dürrn nach wie vor. Foto: Felchle
Der Standort des Abfall-Entsorgungsunternehmens Suez zwischen Ölbronn und Maulbronn soll ausgebaut werden. Insbesondere die Angst vor zunehmendem Lastwagenverkehr beschäftigt viele Bürger in Ölbronn-Dürrn nach wie vor. Foto: Felchle
Der Entwurf zeigt, dass die neue Anlage gewaltige Dimensionen einnimmt.
Der Entwurf zeigt, dass die neue Anlage gewaltige Dimensionen einnimmt.
09.10.2017

Grünes Licht für Erweiterungsbau für Suez in Ölbronn

Mehr als neun Monate hat das Verfahren gedauert. Nun aber erteilt das Landratsamt des Enzkreises die Genehmigung für den Bau und Betrieb einer neuen Wertstoffsortieranlage der Firma Suez Recycling Süd GmbH in Ölbronn im Gebiet „Erlen“ beim Bahnhof Maulbronn West. Der 60-seitige Bescheid, den das Unternehmen erhielt, enthält mehr als 100 Nebenbestimmungen, vor allem um die Einhaltung von Umweltanforderungen sicherzustellen.

Das Vorhaben sieht im Wesentlichen den Neubau einer etwa 5400 Quadratmeter großen Halle auf dem Ölbronner Gelände vor. Dort will die Firma eine vierte Wertstoffsortieranlage unterbringen. Dazu gehören eine Anlieferhalle und ein zusätzliches Lager für die sortierten Ballen. Damit erhöht sich der Durchsatz der Gesamtanlage von 261000 auf etwa 290000 Tonnen pro Jahr. „Es handelt sich um ein sogenanntes vereinfachtes immissionsschutzrechtliches Verfahren, bei dem eine Beteiligung der Öffentlichkeit nicht vorgeschrieben ist“, erläutert Wolfgang Herz, Erster Landesbeamter des Enzkreises. Ganz „einfach“ sei das Verfahren freilich nicht gewesen. „Mehrere Abteilungen im Haus haben Nachforderungen geltend gemacht. Vor allem bei der Lärmminderung musste der Antrag erheblich nachgebessert werden“, begründet Herz den langen Weg bis zum Genehmigungsbescheid. Ob das allerdings die Gegner des Bauprojekts im Ölbronn-Dürrner Gemeinderat beruhigen kann, ist fraglich. „Wir haben vor allem die Befürchtung, dass durch die neu gebaute Anlage der Zulieferverkehr überhand nimmt und die Bürger belastet“, betont Ulrich Noller von der Fraktion „Aktive Bürger“, die sich gegen das Bauprojekt ausgesprochen hat. Mehr lesen Sie am Dienstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.