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Der Eröffnung des Iptinger Kunstrasenplatzes im Mai fiebern die beiden Vereinsvorsitzenden Uwe Hinterseer (links, SV Iptingen) und Uwe Bolz (SFG Serres) entgegen. Fotos: Prokoph
Der Eröffnung des Iptinger Kunstrasenplatzes im Mai fiebern die beiden Vereinsvorsitzenden Uwe Hinterseer (links, SV Iptingen) und Uwe Bolz (SFG Serres) entgegen. Fotos: Prokoph
Noch einiges muss getan werden, bis auch das Gelände rund um den neuen Iptinger Kunstrasenplatz gerichtet ist. Fotos: Prokoph
Noch einiges muss getan werden, bis auch das Gelände rund um den neuen Iptinger Kunstrasenplatz gerichtet ist. Fotos: Prokoph
22.04.2019

„Grünes Sommermärchen“ ist bald fertig: Vorfreude auf neuen Kunstrasenplatz

Wiernsheim-Iptingen. Die Augen von Uwe Bolz, dem Vorsitzenden der Sport- und Freizeitgemeinschaft (SFG) Serres und Uwe Hinterseer, Vorsitzender des Sportvereins Iptingen, strahlen mit der Sonne um die Wette, als sie sich für ein Foto auf dem neuen Iptinger Kunstrasenplatz am Zwergberg einfinden.

Bedächtig schreiten die beiden Vereinschefs zufrieden über den neuen Kunstrasen, der fast wie ein Naturrasen aussieht. Denn es hat 17 Jahre gedauert, bis dieser neue Kunstrasenplatz in Wiernsheims Teilgemeinde Iptingen endlich vollendet wurde und nun als gemeinsames Iptinger und Serremer „Sommermärchen“ in die Geschichtsbücher einzieht. Letztlich war es Uwe Bolz, der sich in den vergangenen Jahren immer wieder – zuletzt als SPD-Gemeinderat – für den 95 Meter langen und 58 Meter breiten Kunstrasenplatz beharrlich eingesetzt hat. „Der Grundgedanke kam von der SFG Serres, weil wir keinen eigenen Sportplatz haben“, berichtet Bolz. Und: „Die Fußballer des SV Iptingen mussten zudem bei schlechtem Wetter immer in Wiernsheim spielen“, sagt er. Das wollte Bolz abschaffen. Der Bau der Kunstrasenplätze in Iptingen und beim TSV Wiernsheim wurden bereits im Jahr 2002 im Gemeinderat beschlossen und der Wiernsheimer Platz wurde zuerst umgesetzt.

„Große Lösung“ gescheitert

Im Jahr 2005 kam der Iptinger Kunstrasenplatz wieder auf die Tagesordnung des Gemeinderates. Diesmal wurde eine richtig große Lösung angedacht mit einer neuen Sporthalle für Serres, dem Kunstrasenplatz, einer im Kreis einzigartigen Tartan-Rundlaufbahn für alle Athleten aus Wiernsheim sowie einem Kinderspielplatz. So weit so gut. „Diese Lösung ist im Endeffekt aber an den Grundstücksverhandlungen gescheitert“, erläutert Bürgermeister Karlheinz Oehler den Sachverhalt.

Uwe Bolz ließ allerdings nicht locker. Als er 2014 als Gemeinderat in das Wiernsheimer Gremium einzog, hatte er für sich die Umsetzung dieses Kunstrasenplatzes als persönliches Ziel definiert. Denn: „Als Schiedsrichter in der Ober- und Regionalliga kenne ich die Fußballplätze in ganz Baden-Württemberg“, sagt der 54-Jährige. Also hat er das Thema wiederholt aufgegriffen, bis sich nun im Jahr 2018 die jetzige Lösung mit Kosten von rund 1,5 Millionen Euro ergab. „Und mit dem Material Tisca-Tiara sparen wir jedes Jahr noch rund 100.000 Euro Pflegekosten“, erklärt Uwe Bolz. Denn im Gegensatz zum Wiernsheimer Kunstrasenplatz ist der neue Belag so beschaffen, dass man keine Bewässerung, kein Granulat und keinen Sand zur Pflege benötigt. Nun will sich SPD-Gemeinderat Bolz auch für die Sanierung des Wiernsheimer Kunstrasenplatzes einsetzen.

„Der SV Iptingen ist überglücklich, bei schlechtem Wetter nun auch zuhause spielen zu können“, sagt Uwe Hinterseer, der Vereinschef des SV Iptingen. Und: „Sonntag für Sonntag sollen die Iptinger immer einen Ball in den Torwinkel reinhauen, dann sind alle glücklich“, hofft er. Die feierliche Übergabe des neuen Platzes erfolgt am 23. Mai um 16 Uhr. Bis dahin müssen noch die Wege zum Platz gerichtet werden.