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Grundschüler lernen Wissenswertes über Eichhörchen
Grundschüler lernen Wissenswertes über Eichhörchen
06.07.2011

Grundschüler lernen Wissenswertes über Eichhörchen

STERNENFELS. Jeder kennt sie und jeder liebt sie: Eichhörnchen gehören zu den großen Sympathieträgern in unseren Wäldern, Parks und Gärten. Die Kinder der Sternenfelser Grundschule hatten nun Besuch von zwei Naturexperten, die sich intensiv mit der Erforschung der Eichhörnchen befassen.

Stefan Bosch und Peter Lurz räumten dabei mit so manchem „Eichhörnchen-Vorurteil“ auf. In den vergangenen Tagen waren Lurz und Bosch gemeinsam auf großer „Eichhörnchen-Tour“: „Unter anderem hatten wir einen Eichhörnchen-Tag mit Exkursionen und Vorträgen im Naturparkzentrum in Zaberfeld berichtete Bosch. An der Sternenfelser Grundschule machten die beiden Station, um den Kindern der Klassen eins bis drei über das Leben und Verhalten von Eichhörnchen zu berichten. Den markanten Kletterkünstler mit dem buschigen Schwanz hatten natürlich alle Kinder schon einmal gesehen. Dass Eichhörnchen so gut klettern können, liegt an ihrer Zehenstellung, erklärte Bosch. Auch mit dem Vorurteile, dass Eichhörnchen nur Nüsse essen, räumten die beiden Experten auf. „Nüsse gibt es nur in der Herbstzeit. Die Hauptnahrung der Eichhörnchen sind Baumsamen aus Nadelbaum-Zapfen“, erklärte Peter Lurz. Und: „Der Hunger ist der größte Feind der Eichhörnchen“. Gerade der Sommer sei für die Tiere eine schwierige Zeit: „Die Vorräte und die alten Zapfen sind aufgebraucht, neue Zapfen noch nicht reif“. Auch ein Irrglaube sei, dass Eichhörnchen Winterruher sind: „Sie brauchen jeden Tag Nahrung, auch im Winter. Nach drei bis vier Tagen ohne Futter sterben sie“, sagte Dr. Bosch. Von Vorteil sei dabei die gute Eichhörnchennase: „Ihre Nahrung riechen die Tiere noch unter einer 30 Zentimeter dicken Schneeschicht“. „Wie erforschen Sie denn die Eichhörnchen, die sind doch so scheu?“, wollte ein Kind von den Wissenschaftlern wissen: „Manche fangen wir in Fallen und markieren sie dann“, erzählte Peter Lurz. Wichtige Erkenntnisse gebe es auch durch „Kamerafallen“ an Futterstellen – von „geblitzten“ Eichhörnchen hatte er einige Bilder mitgebracht.

Noch sind Eichhörnchen in unseren Wäldern und Parks häufig vertreten, allerdings fürchten Experten, dass sich das schon in wenigen Jahrzehnten ändern könnte. „In Italien breiten sich derzeit die nordamerikanische Grauhörnchen aus und verdrängen die Eichhörnchen. Wenn die größeren und robusteren Grauhörnchen den Sprung über die Alpen schaffen droht dies auch bei uns“. gar