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Die Knittlinger Häuslebauer am „Römerweg“ fordern ihre Investitionskosten für das gescheiterte DEUS 21-Projekt von der Stadt zurück und posieren vor dem dafür eigens gebauten „Wasserhaus“ an der Kalkofenstraße. Dort sollen bald einige der Anlagen abgebaut werden. Foto: PZ-Archiv/Hepfer
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Hausbesitzer Luis Mata (links), seine Frau Isabel Montes-Escalante (rechts) und Nachbarin Heidi Montes-Gonzalez zeigen die wegen des gescheiterten Forschungsprojekts letztlich umsonst installierte Brauchwasserleitung im Keller. Foto: Hepfer

Häuslebauer wehren sich: Wer trägt die Kosten für das Wasser-Desaster?

Knittlingen. Knittlinger Häuslebauer am „Römerweg“ wollen die Stadt in die Pflicht nehmen. Derweil weist das Fraunhofer Institut die Verantwortung für das DEUS 21-Projekt von sich.

Das Tauziehen, wer denn nun letztlich die Kosten für das im Knittlinger Wohngebiet „Römerweg“ gescheiterte DEUS 21-Wasserprojekt übernehmen muss, geht in die nächste Runde. Mittlerweile hat sich auch das Fraunhofer Institut aus Stuttgart zu Wort gemeldet, welches das Forschungsprojekt seit dem Start vor knapp 15 Jahren wissenschaftlich betreute. Beim Projekt ging es im Wesentlichen darum, Regenwasser über eine Filteranlage zu Nutz- und Trinkwasser aufzubereiten, was sich am Ende aber nicht umsetzen ließ. Die betroffenen Hausbesitzer hatten in Vorleistung allerdings vier- bis fünfstellige Beträge in gesonderte Wasserleitungen und Anschlüsse investiert und fordern nun dieses Geld von der Stadt zurück (PZ berichtete). In einer schriftlichen Stellungnahme des damals verantwortlichen Fraunhofer-Ingenieurs Marius Mohr, die der PZ vorliegt, heißt es, dass man nicht davon sprechen könne, dass das Wasserprojekt gescheitert sei. „Die Forschungsziele dieses Vorhabens wurden alle erreicht“, hält Mohr fest. Gleichzeitig aber bedauert er es, „dass nicht alle der in Knittlingen getesteten Verfahren umgesetzt werden konnten.“ Das habe jedoch keine technischen, sondern ökonomische Gründe, argumentiert Marius Mohr und weist darauf hin, dass Forschungsprojekte dieser Art generell ein gewisses Risiko beinhalten würden.

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