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Bei der Hauptversammlung des TSV Knittlingen wurde Gisela Dannecker von Jürgen Mössner (von links), Ulrich Saur und Bernhard Braun zum Ehrenmitglied ernannt.  Foto: Kollros 

Hallenbau des TSV Knittlingen: Kritik an Stadtverwaltung geäußert

Der Neubau seiner Trainingshalle stand bei der Generalversammlung des TSV Knittlingen im Mittelpunkt. Kein Wunder, stemmt der seit 172 Jahren bestehende Traditionsverein doch auch das größte Projekt in seiner Vereinsgeschichte. Das Wichtigste dabei, laut dem Vorsitzenden Jürgen Mössner: Man liege exakt im Kostenplan, wie er 2016 berechnet worden sei.

840 000 Euro soll das Bauwerk mit 1200 Quadratmeter Sportfläche kosten, „und dieses Limit halte man grundsolide ein“, so Mössner. Immerhin seien bis heute Arbeiten im Umfang von rund 760 000 Euro zu Festpreisen vergeben. Das Bauen mache „richtig Spaß“, so der Vorsitzende weiter, und der Zusammenhalt unter den Mitgliedern drücke sich in einem „vorbildlichen Helfereinsatz“ aus.

Klar, so Mössner, es sei „ein langer und teils steiniger Weg“ in den zurückliegenden zehn Jahren gewesen, doch mittlerweile erfreue man sich eines großen Rückhalts auch außerhalb des Vereins, was es dem Verein erleichtere, sein großes Ziel zu erreichen. So würden etwa Fachplaner auf Honorarrechnungen verzichten. Und dank des vereinsinternen Bauleiters, des Jedermänner-Abteilungsleiters Karl, der „jede freie Minute“ auf der Baustelle verbringe, würden die Arbeiten „hochprofessionell“ verrichtet. Man sei sogar dem Zeitplan voraus. Im Herbst soll die Halle eingeweiht werden. Allein, wegen eines Punkts klang Kritik an: Von der Stadt gibt’s keinen Zuschuss. Mitglied und gemeinderätliche Bürgermeister-Stellvertreterin Gisela Dannecker merkte dazu an, dass diese Ablehnung Ausfluss eines Grundsatzbeschlusses zur Gleichbehandlung aller Knittlinger Vereine sei. Klaus Meiser, ebenfalls Gemeinderat, ergänzte, dass es leider auch nicht gelungen sei, die Stadt und die Ratsmehrheit zu überzeugen, gegen einen Kostenersatz einen Teil des Schulsports in die neue Halle in der Nachbarschaft zu verlagern, stattdessen die Kinder in die Stadthalle marschieren müssten. Jetzt hofft man indes noch auf eine gütliche Lösung mit der Stadt in Sachen kostengünstigen Stromanschlusses.

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