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Lichtblick-Geschäftsführer Jochen Röckle (links) zeigt Enzkreis-Sozialdezernentin Katja Kreeb sowie Julian Borsch von der Stadt Maulbronn die neu eingerichtete Wohnküche im Haus Schmie. Lutz
Lichtblick-Geschäftsführer Jochen Röckle (links) zeigt Enzkreis-Sozialdezernentin Katja Kreeb sowie Julian Borsch von der Stadt Maulbronn die neu eingerichtete Wohnküche im Haus Schmie. Lutz
Die ehemalige Tagungsstätte Haus Schmie soll bis zu 24 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen ein Zuhause bieten.
Die ehemalige Tagungsstätte Haus Schmie soll bis zu 24 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen ein Zuhause bieten.
Jugendamtsleiter Wolfgang Schwaab (links) lässt sich von Qodratullah Noori dessen Zimmer im Haus Schmie zeigen.   Lutz
Jugendamtsleiter Wolfgang Schwaab (links) lässt sich von Qodratullah Noori dessen Zimmer im Haus Schmie zeigen. Lutz
12.05.2017

Heimat auf Zeit im Haus Schmie

Maulbronn-Schmie. Die Integration von Flüchtlingen ist ein Prozess, der selbst bei optimalen Bedingungen nur Schritt für Schritt gelingen kann. Und schrittweise vollzieht sich derzeit auch der Aus- und Umbau von Haus Schmie im gleichnamigen Maulbronner Stadtteil, in dem derzeit 14 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (die meisten von ihnen aus Afghanistan) sowie deren Betreuer untergebracht sind. Die „Pforzheimer Zeitung“ hat nun exklusiv die Gelegenheit bekommen, gemeinsam mit Vertretern der Stadt sowie des Landratsamtes die Einrichtung zu besuchen und mit Geflüchteten zu sprechen.

Beim Gang durch das Gebäude zeigt sich schnell: Vieles ist auch Wochen nach dem Einzug provisorisch, auch Wichtiges oft erst noch im Werden: So hängen teils Kabel von der Decke, fehlen Anstriche oder auch vorgeschriebene Dinge wie die Fluchttreppe vor dem Gebäude.

Jochen Röckle, Geschäftsführer der gemeinnützigen GmbH „Lichtblick“, die sich im Auftrag des Enzkreises seit März um die Betreuung der minderjährigen Flüchtlinge kümmert, erwähnt immer wieder Schwierigkeiten im Bezug auf Handwerker, die derzeit zu stark ausgelastet seien, was auch im Haus Schmie regelmäßig zu Verzögerungen führe.

Die jungen Geflohenen haben sich dennoch bereits weitestgehend eingerichtet: Es stehen Einzel- und Doppelzimmer bereit, im Aufenthaltsraum gibt es eine Tischtennisplatte und einen Billardtisch. Auch die Wohnküchen sind seit wenigen Tagen installiert.

Parallel zum immer besseren Ausbaustandard des Hauses, das nach 16 Jahren Leerstand umfassend saniert werden muss, laufen auch die zwischenmenschlichen Beziehungen reibungsloser, wie Röckle und das Betreuerteam erklären: Man gewöhne sich aneinander und an die Abläufe, auch die Deutschkenntnisse der Flüchtlinge verbesserten sich von Woche zu Woche rapide. Beispielsweise mit dem Essen fremdeln viele aber noch immer.

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