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Doppelt so teuer wie bisher soll die Betreuung in der Kinderkrippe in Illingen fürEltern werden (Symbolbild).
Doppelt so teuer wie bisher soll die Betreuung in der Kinderkrippe in Illingen fürEltern werden (Symbolbild). © dpa
14.07.2011

Heiße Diskussion um Kinderbetreuung in Illingen

ILLINGEN. Das Thema Kinderbetreuung hat in der Sitzung des Verwaltungsausschusses des Illinger Gemeinderats für Diskussionen gesorgt. Mit deutlichen Kostensteigerungen müssen die Eltern vor allem in der Kinderkrippe und in altersgemischten Gruppen rechnen.

Der Verwaltungsausschuss hat dem Gemeinderat mehrheitlich empfohlen, die von der Verwaltung vorgeschlagenen Erhöhungen, die sich an den Empfehlungen der kirchlichen und kommunalen Spitzenverbände orientieren, mitzutragen. Im Gemeinderat steht das Thema am 27. Juli auf der Tagesordnung. Heidi Murschel (UBL) kritisierte nachdrücklich, dass es bisher keine Klausurtagung zum „wichtigen Thema“ Kinderbetreuung gegeben habe. Hauptamtsleiter Sven Holz erklärte es sei schwer einen Fachreferenten für eine Klausurtagung zu bekommen. Der früheste angebotene Termin sei im Oktober. Gleich weiter gings mit der Kritik beim Thema Kernzeitbetreuung im Schützinger Kindergarten. Bereits seit 2005 werden dort Erstklässler, deren Eltern berufstätig sind, betreut. Das sei rechtlich nicht zulässig, erklärte Holz. Unfallkasse, Versicherungen und Betriebserlaubnis gäben die Betreuung der aktuell drei Schüler in den Kindergartenräumen nicht her. Mit einem „Arbeitsauftrag“ verwies Eric Schach (CDU) das Thema zurück an die Verwaltung. Die Illinger Verwaltung soll sowohl den Bedarf abklären als auch alternative Möglichkeiten wie einen Transfer der Kinder nach Illingen oder ein Kernzeitenbetreuungsangebot an der Schützinger Grundschule aufzeigen. Mit Blick auf die betroffenen Eltern sagte der Verwaltungsausschuss Nein zu einer Reduzierung der Betreuungszeiten. Weil die bisherigen Angebote in der Betreuungsform Verlängerte Öffnungszeit in den Kindergärten Eichwald, Vierzehn Morgen und Schützingen teilweise dem Arbeitsschutzgesetz widersprechen, hatte die Verwaltung vorgeschlagen die tägliche Betreuungszeit von bis zu sieben auf sechs Stunden zu verkürzen. nad