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© dpa
20.07.2011

Hersteller von Schaumglasschotter plant Ansiedlung in Knittlingen

Zu den ersten Unternehmen, die sich im neu erschlossenen Gewerbegebiet Knittlinger Kreuz ansiedeln, gehört Geocell – nach eigenen Angaben europaweit einer der führenden Produzenten von Schaumglasschotter, einem Wärmedämmbaustoff aus Altglas. Die neue Produktionsstätte soll im Frühjahr 2012 in Betrieb gehen.

Geocell-Geschäftsführer Thomas Fleischanderl erklärte, dass in einem ersten Schritt sieben Arbeitsplätze – fünf in der Produktion und zwei im Vertrieb – neu geschaffen werden sollen. In einem zweiten Schritt könnten noch einmal drei Arbeitsplätze hinzukommen. Geocell Schaumglas ist bisher mit zwei Produktionsstandorten in Oelsnitz (Sachsen) und Edewecht (Niedersachsen) sowie in Gaspoltshofen (Oberösterreich) vertreten. Die zwei Geocell-Grundstücke liegen im zweiten Abschnitt des Gewerbegebiets Knittlinger Kreuz der noch nicht erschlossen ist. Die notwendige Erschließung, die den Ausbau von Erschließungsstraße, Kanal und Wasserleitung beinhaltet, wird vom Knittlinger Bauamt auf rund 650 000 Euro beziffert. Sie beschäftigte den Knittlinger Gemeinderat. Beschlossen hat der Gemeinderat die Erschließung der Baugrundstücke bei drei Gegenstimmen. Sein Nein habe nichts damit zu tun, dass er eine Ansiedlung des Betriebs verhindern wolle, erklärte Stadtrat Frank Knodel (Alternative Liste Knittlingen). Was ihm sauer aufstößt ist der Bau im zweiten Abschnitt des Gewerbegebiets: „Obwohl es noch Flächen im ersten Bauabschnitt gibt.“ Knodel sprach von einer „Zersiedelung“ die er nicht mittragen werde. Bürgermeister Heinz-Peter Hopp betonte: „Wir müssen der Firma den Platz geben, den sie möchte.“ Er wertet die Ansiedlung von Geocell Schaumglas als „klares Bekenntnis zu einem starken Gewerbestandort“. Bauamtsleiter Volker Just erklärte, dass die Firma aufgrund des Zuschnitts der Grundstücke nur im zweiten Bauabschnitt – wo größere Flächen angeboten werden – bauen könne. nad