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Manfred Gessat hat sich mit dem Leben Hesses (im Hintergrund ein Kinderbild des Autors) ausführlich beschäftigt. Foto: Bischoff-Krappel
Manfred Gessat hat sich mit dem Leben Hesses (im Hintergrund ein Kinderbild des Autors) ausführlich beschäftigt. Foto: Bischoff-Krappel
Mit rund 100 Zuhörern war die Veranstaltung sehr gut besucht. Foto: Bischoff-Krappel
Mit rund 100 Zuhörern war die Veranstaltung sehr gut besucht. Foto: Bischoff-Krappel
26.02.2018

Hesse-Vortrag im Maulbronner Kloster: Ein Freigeist auf der Flucht

Maulbronn. Manche Lebensstufe, die es zu beschreiten gilt, hat Hermann Hesse in seinem Werk einfühlsam beschrieben. Die Stufen des Maulbronner evangelisch-theologischen Seminars wollte der Dichter und Schriftsteller im März 1892 offenbar möglichst rasch hinter sich lassen, lief der damals 14-Jährige doch nach gerade einmal sechs Monaten Schulzeit einfach davon.

Aber handelte es sich dabei tatsächlich um eine Flucht vor den Repressalien eines rigiden Schulsystems, wie Hesses zweitägiger „Ausflug“ oft interpretiert wird? Der Brettener Psychotherapeut Dr. Manfred Gessat gab bei seinem Vortrag im Maulbronner Literaturmuseum eine überraschende Antwort auf diese Frage. „Fluchtgedanken –Hermann Hesses Maulbronner Geniereise“ lautete der Titel seiner Ausführungen, und Fluchtgedanken könne man angesichts „der nicht zu erwartenden Enge in diesem Raum“ durchaus bekommen, wie Bürgermeister Andreas Felchle in seiner Begrüßung angesichts der über 100 Interessierten treffend anmerkte.

Zunächst machte Manfred Gessat deutlich, dass Hesses Werk stets im Kontext seines familiären, pietistisch geprägten Umfeldes betrachtet werden müsse. Körperliche Nähe war Hesses Eltern suspekt, lediglich über die Sprache, die Lust am Erzählen und Singen, finden Mutter und Sohn zueinander.

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