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Der 24-jährige Angeklagte, dem unter anderem zweifache Brandstiftung und Mord zur Last gelegt wird, verdeckt sein Gesicht. Rechts neben ihm sitzt sein Pforzheimer Verteidiger Bastian Meyer, links stehen zwei Karlsruher Justizbeamte. Foto: Hepfer

Hinweissuche im Oberderdinger Mordprozess: Zeugen haben Erinnerungslücken

Karlsruhe/Oberderdingen. Suche nach Hinweisen im Oberderdinger Mordprozess bleibt schwierig. Richter ärgert sich über aussagende Pflegekraft, die den Angeklagten gut kennt.

Es ist ein großes Puzzle an Indizien, kleinsten Hinweisen und zahlreichen Zeugenaussagen, das beim Prozess im Karlsruher Landgericht gegen einen 24-jährigen Angeklagten mühsam zusammengesetzt werden muss. Weil der Mann Ende Mai des vergangenen Jahres in einem Oberderdinger Seniorenheim Feuer gelegt haben soll und dabei eine 82-jährige Bewohnerin ums Leben gekommen war, wird ihm unter anderem Mord und Brandstiftung vorgeworfen. Was sich bereits an den beiden ersten Verhandlungstagen im Karlsruher Schwurgerichtssaal angedeutet hatte, setzte sich auch am dritten fort: Die Suche nach Hinweisen gestaltet sich äußerst kompliziert. Das lag diesmal vor allem daran, weil sich ein Großteil der geladenen Zeugen – allesamt dem Pflegepersonal des Seniorenheims angehörend – kaum noch an Einzelheiten rund um den Brand erinnern konnte. Zumeist musste der Vorsitzende Richter Leonhard Schmidt den Befragten aus den polizeilichen Vernehmungsprotokollen deren eigene Aussagen wieder ins Gedächtnis rufen.

Am 28. Januar wird der Prozess um 9 Uhr in Karlsruhe fortgesetzt. Mehr lesen Sie am Samstag, 19. Januar, in der „Pforzheimer Zeitung - Ausgabe Mühlacker“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.