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In den Freibädern in der Region herrscht gähnende Leere. © Prokoph
15.08.2011

Hoffnung auf besseres Wetter in den Freibädern im östlichen Enzkreis

Bisher gibt es deutlich weniger Besucher in den Freibädern als im Vorjahr.Trotz schlechten Wetters drehen Schwimmer auch in Mühlacker ihre Runden. Es ist am Samstagnachmittag gegen 15 Uhr schon erstaunlich gewesen: Trotz angenehmer Außentemperaturen herrschte in den Freibädern in Mühlacker, Ötisheim und Knittlingen Leere.

Bildergalerie: Wenig los in den Freibädern in Mühlacker, Ötisheim und Knittlingen

„Es ist schon frustrierend: obwohl schönes Wetter ist, ist keiner da“, sagte Knittlingens Fachangestellte für Bäderbetrieb, Julia Diemand. Derzeit könne man sich überhaupt nicht auf das Wetter verlassen. Bis 15 Uhr waren gerade mal vier Kinder im Knittlinger Freibad und vergnügten sich an der Rutsche. Urlaubszeit, ein großes Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche und die Tatsache, dass 25 Grad für viele nicht warm genug sei, machte ihr Kollege, Carsten Hempe, als Grund für die wenigen Badegäste aus. „Die meisten kommen erst ab 30 Grad aufwärts“, weiß er. Bis 11. August haben seit der Öffnung an Pfingsten 6050 Menschen das Knittlinger Freibad besucht, ist von Knittlingens Bau- amtsleiter Volker Just zu erfahren. „Insgesamt gesehen sind die Besucherzahlen nicht toll, aber bedingt durch den schlechten Sommer“, sagte er auf Anfrage. Das Knittlinger Freibadteam sei gut motiviert und der dieses Jahr gegründete Freibadförderverein kümmere sich intensiv um das Bad.

„Wir sind überhaupt nicht zufrieden, weil das Wetter zu schlecht war“, beschreibt Ötisheims Kämmerer Johannes Schulz die Situation. Während das Vorjahr noch von Mai bis August 32 000 Besucher zählte, sei man derzeit bei 13 500 Besuchern, berichtet Ötisheims Schwimmmeister, Jens Beffert. 65 000 Besucher und somit 25 000 weniger als im Vorjahr hat das Freibad Mühlacker bis 11. August verzeichnet. Das erklärt Rudi Pfisterer von den Stadtwerken Mühlacker, die das Freibad betreiben. „Wir werden zurzeit nur gelobt“, berichtet er über die Badegäste, die da sind.

An der Wassertemperatur von 24 Grad liege es jedenfalls nicht, dass am Samstag nur rund 150 Besucher da waren, wie Kassiererin Heidrun Fasching berichtete. „Es ist enttäuschend, dass so wenige da sind“, sagte eine Mutter, die mit ihrer Tochter im Nichtschwimmerbecken verweilte. „Jetzt kann es nur noch besser werden“, meinte sie und drückte damit aus, was wohl alle hoffen – Badbetreiber wie Besucher. ip