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Strahlende Gesichter: Sponsoren und Vereinsmitglieder mit dem neuen Ford Transit, der die Voltigierer künftig zu Turnieren und Lehrgängen bringt. Foto: Privat

„Hugo“ hat ausgedient: Pegasus Mühlacker erhält neuen Vereinsbus

Mühlacker. Als die schwarze Hülle von dem glänzenden Fahrzeug fällt und Oberbürgermeister Frank Schneider den Autoschlüssel an die Vorsitzende Antonia Schubert überreicht, ist kein Halten mehr auf dem Dörnichhof in Dürrmenz.

Voller Freude applaudieren die Mitglieder des Pegasus Voltigier- und Reitvereins Mühlacker, denn nun haben sie dank zahlreicher Sponsoren nach langem Warten endlich wieder einen leistungsstarken Vereinsbus, der nicht nur die Voltigierer von A nach B bringt, sondern auch in der Lage ist, im angehängten Pferdetransporter die vierbeinigen Sportpartner zu Turnieren, Lehrgängen oder etwa in die Tierklinik zu transportieren.

„Das wurde jetzt wirklich Zeit“, sagt Schubert in Hinsicht auf den alten Vereinsbus, liebevoll „Hugo“ genannt, der nach etwa 20 Jahren im Dienst nun den Geist aufgegeben hat. „Das alte Fahrzeug hatte Hunderttausende Kilometer auf dem Buckel und ist ganz schön rumgekommen“, so die Vorsitzende weiter. Unter anderem sind die Voltigierer mit „Hugo“ in Österreich, der Schweiz, Italien, Frankreich, Belgien und sogar in Schweden gewesen. Doch in den vergangenen zwei Jahren war es aufgrund der schwachen Motorleistung nicht mehr möglich, Pferde mit dem alten VW Bus zu transportieren. Die Privatfahrzeuge von Eltern und Trainern kamen an ihr Limit. Deshalb musste dringend Ersatz her.

Dank an viele Spender

Der neue Ford Transit Custom hat neun Sitze, 130 PS und darf mit drei Tonnen Traglast auch einen Anhänger mit zwei großen Voltigierpferden ziehen. Möglich wurde die Finanzierung des neuen Fahrzeugs mit rund 24.000 Euro nur durch Sponsoren, zu denen unter anderem die Scheuermann Stiftung, die Stadt und die Stadtwerke Mühlacker, das Taxiunternehmen Kreuzhuber, Schäuffele Bad und Heizung, Metallbau Pfeiffer, die Bäckerei Schaefer, die Sparkasse Pforzheim Calw sowie zahlreiche private Spender und Vereinsmitglieder zählen. Nicht zuletzt hatte sich der Vater einer Voltigiererin aber besonders hervorgetan und die Sponsorensuche in die Hand genommen.

Nun steht vielen weiteren Turnieren, Lehrgängen und Vereinsausflügen nichts mehr im Weg. Und der Neue hat auch schon einen Namen: „Franz“ nennen die Voltigierer ihren Wegbegleiter, mit dem sie die nächsten 20 Jahre quer durch Deutschland und ganz Europa fahren möchten.