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Gut gesichert für ein tolles Gefühl: Carsten Cierniak im Wipfel.
Carsten © PZ
01.06.2011

Illinger Kletterwald auf Herz und Nieren geprüft

ILLINGEN. „Du musst einfach loslassen“, sagt mir Klettertrainer Michael Gau und hakt seine Seilrolle in das Drahtseil ein. Er stößt sich von der hölzernen Plattform ab und los geht‘s auf der Seilrutsche über den See – eines der Highlights im Kletterwald Illingen. In weniger als einer Minute ist er am anderen Ufer angekommen. Als ich hinterher sause, ist das Adrenalin pur. „Tolles Gefühl, nicht wahr?“, sagt Michael Gau hinterher. Und ob.

Kurz vor der offiziellen Eröffnung durfte ich den Kletterwald für Mühlacker-news testen. Mit mulmigem Gefühl am Anfang beim Blick in die Wipfel. „Und da soll ich rauf?“, schießt es mir durch den Kopf. Aber so schnell geht es nicht. Ohne eine fachkundige Einführung in Sachen Ausrüstung und Kletterei lässt Michael Gau mich nicht auf die Bäume los. Also: Klettergurt, Helm und Handschuhe an und los zum Anfängerparcours noch recht nah am Boden. Dabei lernt man das Sicherheitssystem kennen. Stets ist einer der beiden Haken am Drahtseil eingehakt und lässt sich nur lösen, sobald der andere am Seil hängt. „Es ist unmöglich, sich aus dem System auszuklinken“, so Gau. Spätestens als ich im hohen Parcours meinen ersten Schritt von der Holzplattform aufs Seil mache, lerne ich die Haken zu lieben. Nur sie trennen mich vor dem Abgrund unter mir. Sie sind echte Mutmacher. Carsten Cierniak