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Theo Bellon (Dritter von links) erklärt Interessierten als Vorsitzender des OGV enzberg Wissenswertes zum Obst im vereinseigenen Obstgarten auf dem Sengach.  Prokoph
Theo Bellon (Dritter von links) erklärt Interessierten als Vorsitzender des OGV enzberg Wissenswertes zum Obst im vereinseigenen Obstgarten auf dem Sengach. Prokoph
04.09.2016

Im Sengach Obstgarten reifen die Früchte

Dunkle Wolken türmen sich am gestrigen Sonntag am Himmel über dem Sengach auf. Auf dem Vereinsgelände des Enzberger Obst- und Gartenbauvereins (OGV) herrscht beim zweitägigen Fest um 10 Uhr dennoch geschäftiges Treiben. Der OGV-Vorsitzende Theo Bellon wirft einen prüfenden Blick zum Himmel und sagt: „Es bleibt trocken“.

Er hat auch fast recht, denn erst eine knappe halbe Stunde später fängt es an zu tröpfeln und heftiger zu regnen. Bis dahin erklärt Bellon auf der Vereinsobstplantage Interessierten den Lehrgarten. Von der Apfelsorte „Gerlinde“ nimmt Bellon einen Apfel, teilt ihn in zwei Hälften und tröpfelt von der flüssigen „Lugolschen Lösung“ ein paar Tropfen darauf. „Wenn es schwarz wird, ist der Apfel noch unreif“, erklärt der Experte. 20 verschiedene Apfelsorten gibt es auf den rund 40 Ar der Sengacher OGV-Plantage. Außerdem Brombeeren, Birnensorten und sogar Pfirsiche sowie ein Insektenhotel für Wildbienen. Wer keine Lugolsche Lösung hat, könne aber auch an den Apfelkernen erkennen, ob der Apfel voll entwickelt ist. Das weiß vom Enzberger OGV Hartmut Zoller. „Wenn die Kerne schwarz sind, ist der Apfel reif“, erklärt Zoller.

Marlies und Werner Vinnay aus Ötisheim haben eine 25 Ar große Streuobstwiese und interessieren sich am frühen Sonntagmorgen, welche Obstbaumsorten man anpflanzen kann.

„Das Frühjahr war für die Äpfel zu kalt und nass“, berichtet Bellon. Deshalb sei die Ausbeute an Früchten in diesem Jahr nicht ganz so gut. Bei den Kirschen und Zwetschgen hingegen, kämen allerdings auch viele Besucher, die sich beim Spaziergang in der Natur an den Bäumen bedienen würden. Bellon sieht das gelassen. „Die haben dann auch einen guten Zwetschgenkuchen“, sagt er und lacht.

Währenddessen weht der Duft nach Gegrilltem durch die Luft. Und der dunkle Himmel hat nun kein Einsehen mehr mit der wissbegierigen Gruppe und lässt es einfach regnen. Im Zelt sind die Besucher geschützt und gegen die Mittagszeit trudeln immer mehr Gäste ein.