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Seit 2015 setzen die Schützinger Landwirte Yvonne und Sebastian Schoening auf robuste Jersey-Kühe, die eine Milch mit hohem Fett- und Eiweißgehalt liefern. Die Söhne Corbinian (von links, neun Monate) und Oskar (3) dürfen so oft es geht mit auf die Weiden beim Füllmenbacher Hof. Fotos: Hepfer
Seit 2015 setzen die Schützinger Landwirte Yvonne und Sebastian Schoening auf robuste Jersey-Kühe, die eine Milch mit hohem Fett- und Eiweißgehalt liefern. Die Söhne Corbinian (von links, neun Monate) und Oskar (3) dürfen so oft es geht mit auf die Weiden beim Füllmenbacher Hof. Fotos: Hepfer
Durch die Kälberzucht soll der Bestand von derzeit 30 auf 40 Kühe erhöht werden.
Durch die Kälberzucht soll der Bestand von derzeit 30 auf 40 Kühe erhöht werden.
Beim Füllmenbacher Hof haben die Jersey-Kühe jede Menge Gras und Auslauf.
Beim Füllmenbacher Hof haben die Jersey-Kühe jede Menge Gras und Auslauf.
11.09.2017

In Diefenbach grasen seltene Jersey-Rinder

In einem Schluck Milch von Jersey-Kühen steckt eine Menge Kraft und Geschmack. Das liegt in erster Linie am ein bis zwei Prozent höheren Fett- und Eiweißgehalt, den eine der ältesten und robustesten Rinderrassen der Welt liefert. „Diese Milch schmeckt nach mehr“, betont Landwirt Sebastian Schoening.

Zusammen mit seiner Frau Yvonne, einer Schützingerin und studierten Weinfachfrau, hat er sich vor zwei Jahren Jersey-Rinder zugelegt, die mittlerweile auf dem weitläufigen Gelände des Füllmenbacher Hofs zwischen Diefenbach und Zaisersweiher grasen. Obwohl die Tiere mit etwa 300 bis 350 Kilogramm nur die Hälfte des Gewichts von herkömmlichen Milchkühen auf die Waage bringen, steckt in den kleinen, braunen und umgänglichen Vierbeinern großes Potenzial. Zurzeit sind es rund 45 Tiere, die das Ehepaar Schoening auf dem Füllmenbacher Hof betreut – darunter 30 Milchkühe, plus neun Kälber, ältere Rinder und ein Bulle. „Wir wollten unbedingt eine Milchrasse haben, die sich auch gut zum Weiden eignet“, sagt Sebastian Schoening und fügt hinzu: „Obwohl die kleineren Kühe weniger Milch geben, erzielen wir wegen der hochwertigeren Inhaltsstoffe einen höheren Milchauszahlungspreis“, erläutert der 31-jährige Landwirtschaftsmeister. Ihren Namen verdanken die Tiere im Übrigen der britischen Insel Jersey im Ärmelkanal. Dort weiß man die durch einen hohen Beta-Carotin-Gehalt leicht gelblich schimmernde, geschmacksintensive Milch seit jeher zu schätzen. Mehr lesen Sie am Dienstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.