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Der junge Chor „Klangtastisch“ eröffnete unter Dirigentin Gwendolyn Phear den Volksliederabend des MGV Ötisheim in der Erlentalhalle. Foto: Prokoph
Der junge Chor „Klangtastisch“ eröffnete unter Dirigentin Gwendolyn Phear den Volksliederabend des MGV Ötisheim in der Erlentalhalle. Foto: Prokoph
21.11.2016

In Ötisheimer Erlentalhalle alle Register gezogen beim Männerchor und beim jungen Chor „Klangtastisch“

Ötisheim. Jeder kennt Volkslieder. Und wohl für jeden gehören sie zumindest ein Stück weit zur eigenen Heimat, in der man den einfachen Liedern aus dem Volk schon einmal begegnet ist. Und so hat der Ötisheimer Männergesangverein (MGV) mit seinen zwei Klangkörpern, dem Männerchor unter der Leitung von Markus Sauter und dem jungen Chor „Klangtastisch“ mit Dirigentin Gwendolyn Phear am Samstagabend musikalische Heimatgefühle in der örtlichen Erlentalhalle zelebriert.

Über 300 Besucher waren gekommen. Charmant führte der Vorsitzende des MGV, Ernst Metzler, durch das Programm. „Wir freuen uns, dass sie alle den Weg zu uns gefunden haben und uns damit ein Stück weit die Motivation geben, das ganze Jahr in die Proben zu gehen“, sagte Metzler, denn: „Volkslieder sind Lieder, die im Volk gesungen und übertragen wurden“, sagte Metzler. Sie handelten in den Texten meist von der Natur, der Heimat und zwischenmenschlichen Gefühlen, erläuterte Metzler. Und so erfreute der junge Chor im Wechsel mit dem Männerchor mit Liedern wie, „Auf einem Baum ein Kuckuck“, der niederländischen Volksweise, „Ik zeg adieu“, „The last rose of Summer“ aus Irland und dem schottischen Lied „Mairi’s Wedding“. Beim zweiten Auftritt kamen das bekannte peruanische Lied „El condor pasa“ sowie die Stücke „A lado de mi cabana“ sowie das legendäre „Amazing Grace“ und „Old Mc Donald’s Walk Around“ zu Gehör.

Mit seinen kräftigen Stimmen intonierte der Ötisheimer Männerchor bekannte Weisen, wie, „Mein Vater war ein Wandersmann“, „Kein schöner Land“, „Ein Jäger aus Kurpfalz“, „Der Lindenbaum“ sowie „Wir wandern heut ins Schwabenland“. Und bei den Liedern „O happy Day“ und „Es klingt ein Lied“ erfreute Stefan Mast als Solist. Weitere Beiträge des Männerchors waren „Bella Bionda“, „Vicin’o mare“ und das amerikanische Volkslied „Sehnsucht nach Virginia“. Als Zugabe brachte der Männerchor mit seinen 35 Sängern die neue Schwabenhymne, „Wir im Süden“ von der Gruppe „Die Fünf“.

Zum großen Abschluss des heimatlichen Volksliederreigens durfte das Publikum mitsingen beim legendären Gassenhauer, „Muss i denn zum Städtele hinaus“. „Unser Großvater kommt aus Ötisheim“, sagte der Senderstädter Heinz Frommherz. Von ihm habe man die Mitgliedschaft im 140 Mitglieder zählenden Ötisheimer MGV geerbt. Und wer am Samstagabend dann die Ötisheimer Erlentalhalle verließ, hatte als Ohrwurm bestimmt eines der Volkslieder im Kopf.