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Fördern das Leseprojekt mit ihrem Engagement: Die Vorleserinnen Suna Bozkaya, Lara Ruzak, Monika Tarnok, Maria Kautzerne Boros, Maria Bubb mit Sohn Ilja (hinten von links), Angela Fischer, Dina Al-Alammar, Larisa Smitko, Srivani Aruthasa, Sprachförderin Barbara Polzer, Thomas Satinsky, geschäftsführender Verleger der PZ und Ratsvorsitzender der Jakob-und-Rosa-Esslinger-Stiftung (zweite Reihe von links), sowie Mühlackers Bürgermeister Winfried Abicht mit der Integrationsbeauftragten der Stadt, Leila Walliser, und Bibliotheksleiterin Claudia Heiler (vorne von links). Foto: Schrader
Fördern das Leseprojekt mit ihrem Engagement: Die Vorleserinnen Suna Bozkaya, Lara Ruzak, Monika Tarnok, Maria Kautzerne Boros, Maria Bubb mit Sohn Ilja (hinten von links), Angela Fischer, Dina Al-Alammar, Larisa Smitko, Srivani Aruthasa, Sprachförderin Barbara Polzer, Thomas Satinsky, geschäftsführender Verleger der PZ und Ratsvorsitzender der Jakob-und-Rosa-Esslinger-Stiftung (zweite Reihe von links), sowie Mühlackers Bürgermeister Winfried Abicht mit der Integrationsbeauftragten der Stadt, Leila Walliser, und Bibliotheksleiterin Claudia Heiler (vorne von links). Foto: Schrader
10.12.2016

Interkulturelles Leseprojekt in Mühlacker startet in wenigen Tagen

Im Winter, wenn es abends früh dunkel wird und die Kinder nicht mehr im Freien spielen können – dann griff man früher ins Bücherregal und las den Kleinen Geschichten vor. Doch im Zeitalter der neuen Medien kommt die Lesekultur in vielen Familien zu kurz. Um diese zu fördern und Kinder verschiedener Herkunftsländer fürs Lesen zu begeistern, ist in der Mühlacker Stadtbibliothek ein interkulturelles Leseprojekt entstanden.

Dabei werden in den kommenden Wochen sowohl Erwachsene als auch Kinder Bücher vorlesen, zu denen sie einen besonderen Bezug haben. Dies geschieht in unterschiedlichen Sprachen, unter anderem auf Türkisch, Russisch, Tamil, Arabisch und Spanisch. Übersetzt wird dabei stets ins Deutsche, denn „die Sprache ist die Brücke zwischen den Menschen“, erklärte die Integrationsbeauftragte der Stadt Mühlacker, Leila Walliser, gestern den Leitgedanken des Projekts. Sie und Bibliotheksleiterin Claudia Heiler hatten im Sommer die Idee dazu.

„Lesen als eine Grundkompetenz der Gesellschaft zu fördern“, sei daher das große Anliegen des Vorhabens, das von der Jakob- und-Rosa-Esslinger-Stiftung in Pforzheim finanziell unterstützt wird, ergänzte Thomas Satinsky, Stiftungsratsvorsitzender und geschäftsführender Verleger der PZ.

Bei dem gestrigen Treffen in der Stadtbibliothek stellten sich einige der teilnehmenden Frauen mit ihren Büchern vor – und hatten dazu noch typische Leckereien ihrer Herkunftsländer mitgebracht. Suna Bozkaya zum Beispiel hatte Poğaça zubereitet – Blätterteigtaschen gefüllt mit Käse, „die in der Türkei zusammen mit einem Glas Schwarztee zu einem guten Frühstück einfach dazugehören“. Sie freut sich schon darauf, das grimmsche Märchen vom „König Drosselbart“ auf Deutsch und Türkisch vorlesen zu dürfen.

Eingeladen sind nicht nur Kinder mit Migrationshintergrund. Auch deutschsprachige sind willkommen, um Geschichten aus verschiedensten Ländern kennenzulernen. Nach der Vorlesezeit gibt es jeweils noch eine Bastelstunde. Das Angebot ist für vier- bis neunjährige und kostenlos.