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Eva-Maria Springer – gewandet als französische Adlige im Zeitalter der Renaissance – unterhielt die Besucher mit Fakten über Faust. Foto: Bächle
Eva-Maria Springer – gewandet als französische Adlige im Zeitalter der Renaissance – unterhielt die Besucher mit Fakten über Faust. Foto: Bächle
13.05.2018

Internationaler Museumstag: Spannende Geschichten im Faustmuseum

Knittlingen. Über drei Stockwerke sich erstreckend, mit der geballten Ladung Faust: Auch das Knittlinger Faustmuseum war Teil des Internationalen Museumstags.

Das seit 1980 bestehende Museum im alten Rathaus bot neben seinen Dauerausstellungen zum historischen und dem literarischen Faust auch in diesem Jahr ein besonderes Rahmenprogramm. Und das wurde von den rund 300 Gästen bestens angenommen.

Um das leibliche Wohl kümmerten sich die Mitglieder der Knittlinger Theatergruppe Laterna Mystica im nahe gelegnen Faustarchiv. Lauschen durften die Besucher zudem zwei Themenführungen rund um Faust. Gekleidet als eine französische Adlige der Renaissance, erzählte die studentische Hilfskraft Eva-Maria Springer den Interessierten Wissenwertes über den Alchemisten, seine Zeit und den Teufelspakt. Die zweite Themenführung von Jonathan Hille behandelte die Geheimwissenschaft Alchemie, die zu Zeiten Fausts nicht den besten Ruf genoss. Den krönenden Abschluss bildete das Schauspiel „Historischer Faust trifft Goethes Faust“. Inszeniert von der Theatergruppe Laterna Mystica, durften die 50 Besucher einem Stück auf hohem Niveau beiwohnen.

Besonders war neben dem speziellen Rahmenprogramm auch die Anzahl der Besucher. Im alltäglichen Betrieb wird das Knittlinger Museum vor allem von Gruppen und Schulklassen aufgesucht. Am „Museumsfest“, wie Museumsleiterin Denise Roth den Internationalen Museumstag gerne nennt, fanden auch zahlreiche weitere Personengruppen ihren Weg in das Fachwerkgebäude aus dem 18. Jahrhundert. „Die Hoffnung besteht, dass das Interesse bleibt. Denn man merkt, dass das Programm zündet“, so Roth. Das Knittlinger Faustmuseum wartet immer wieder mit besonderen Veranstaltungen auf. Neben den Museumsfesten am Internationalen Museumstag und dem Tag des offenen Denkmals im September, finden immer wieder Vorträge auch außerhalb des Dunstkreises Fausts statt. Dazu kommen noch Kooperationen mit lokalen Größen wie dem Cellarium, den Weingärtnern Freudenstein und der evangelischen Kirche. Denn: „Wenn man liefert, dann kommen die Leute auch“, meint Denise Roth, wie solche Tage deutlich zeigten.