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Zum ersten Mal gibt es nun eine Gesamtdarstellung der interessanten Geschichte Dürrns. Autor Konstantin Huber (Mitte) präsentierte sein Werk auch Bürgermeister Norbert Holme (links) und dem Ersten Landesbeamten Wolfgang Herz. Schott
Zum ersten Mal gibt es nun eine Gesamtdarstellung der interessanten Geschichte Dürrns. Autor Konstantin Huber (Mitte) präsentierte sein Werk auch Bürgermeister Norbert Holme (links) und dem Ersten Landesbeamten Wolfgang Herz. Schott
14.07.2017

„Jede Minute in den Archiven hat sich gelohnt“

Konstantin Huber ist die Begeisterung anzumerken: Weit mehr als 100 Bücher sind am Erscheinungstag von seiner Ortschronik zu Dürrn verkauft worden – manche Familien haben gar sechs oder sieben Exemplare auf einen Schlag erworben, damit nicht nur die Eltern, sondern auch die Kinder gleich in Hubers Werk schmökern können. „Das ist schon ein tolles Gefühl für einen Autor, wenn ein Buch auf ein derart großes Interesse stößt“, erläutert Huber, im Hauptberuf Kreisarchivar des Enzkreises. Seit 2003 hat der 53-Jährige in seiner Freizeit an dem Werk geschrieben, unzählige Quellen gesichtet und Archivbestände ausgewertet (PZ berichtete). Im Rahmen der Vorstellung des sanierten Dürrner Rathauses an diesem Wochenende konnte Huber nun auch sein Werk offiziell präsentieren und stieß auf enormes Publikumsinteresse. „Wir mussten weitere Stühle holen“, so Huber.

„Als einer von wenigen Orten im ganzen Enzkreis verfügte Dürrn bislang über keine umfassende ortsgeschichtliche Darstellung“, stellt Huber fest. Das ist nun glücklicherweise anders. Symbolisch übergab Huber das Werk an Ölbronn-Dürrns Bürgermeister Norbert Holme und an den Ersten Landesbeamten des Enzkreises, Wolfgang Herz. Denn die neue Dürrner Ortschronik ist auch als Band 13 in die wissenschaftliche „Schriftenreihe des Kreisarchivs“ des Enzkreises aufgenommen worden. Rund 500 Seiten umfasst das Werk, das im Jan-Thorbecke-Verlag erschienen ist und zum Preis von 29 Euro zu erwerben ist.

Bereits 1995 hatte der Kreisarchivar die beiden historischen Archive von Ölbronn und Dürrn erschlossen und die Altregistratur der Gesamtgemeinde geordnet. „Jede in den Archiven verbrachte Minute hat sich gelohnt“, würdigt Bürgermeister Norbert Holme das Buch. „Denn hier werden nicht einfach nur Fakten aneinandergereiht, sondern sinnstiftende Zusammenhänge geschaffen, die auch für künftige Generationen nachvollziehbar machen, wie Dürrn zu dem wurde, was es heute ist“, so der Schultes weiter. Auch für den erfahrenen Historiker Huber bot die Geschichte Dürrns sehr Ungewöhnliches, nämlich beispielsweise den Umstand, dass sich vier Grundherren die Herrschaft über den kleinen Ort teilten (PZ berichtete).

Nun ist Huber gespannt auf erste Rückmeldungen seiner Leser – die ihn allerdings erst wieder in einigen Wochen erreichen werden. Denn nach der Fertigstellung seines Werks gönnt sich Huber zunächst einmal eines: Urlaub.