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11.01.2010

Jetzt ist es amtlich: Frank Schneider ist OB in Mühlacker

MÜHLACKER. Jetzt ist er ganz offiziell im Amt: Am Montagabend wurde Frank Schneider bei einer besonderen Gemeinderatssitzung im Ratssaal des Rathauses in Mühlacker als Oberbürgermeister vereidigt und verpflichtet.

Zwar sitzt Frank Schneider schon seit dem 4. Januar hinter seinem Schreibtisch im Rathaus, ganz offiziell ist der 48-Jährige aber erst seit gestern Abend Oberbürgermeister von Mühlacker. Vor knapp 140 Zuhörern aus Politik, Verwaltung und Bürgerschaft war dem neuen Chef von 355 städtischen Mitarbeitern vor allem eines für die Zukunft wichtig: ein gutes Miteinander zwischen Gemeinderat und Stadtverwaltung.

„Ich konnte mich so manchesmal des Eindrucks nicht erwehren, als säße hier auf dem Podest die Regierungsbank und im Gremium die Opposition“, verwies Schneider, der bisher als FDP-Fraktionsvorsitzender im Gremium saß, auf das konfliktreiche Miteinander von Verwaltung und Stadträten. „Auch ich werde sicherlich nicht immer die Meinung des Gremiums teilen können. Auf eines lege ich aber besonderen Wert: Das ist der faire und respektvolle Umgang miteinander, bei dem verletzende und persönliche Angriffe tabu sein müssen“, so der neue OB.

CDU-Stadträtin Erika Gerlach, die Schneider als dienstältestes Gremiumsmitglied vereidigte und verpflichtete, bot im Namen ihrer Kollegen „unsere kritische Unterstützung“ an. „Die Bevölkerung setzt großes Vertrauen in Sie“, sagte die Stadträtin. „Es ist nicht die Zeit in der man aus dem Vollen schöpft, nein es ist die Zeit gesicherter Armut die mutig und mit Visionen angegangen werden muss und in der man auch den Mut zu manchen „Nein“ braucht.“

Die finanziell schwierige Haushaltssituation sprach Regierungspräsident Rudolf Kühner in seiner Rede an. In Mühlacker sei noch einiges zu tun: Die Attraktivität der Einkaufsstadt könnte erhöht, die Entwicklung der Innenstadt und der Stadtteile müsste gestärkt und der Städtebau forciert werden, so Kühner. „Das Grünprojekt wird einen wichtigen Akzent setzen und seinen Beitrag leisten, dass die Senderstadt liebens- und lebenswert bleibt“, meinte Kühner. Mit Mühlacker führe Schneider die größte Stadt im Enzkreis, ein bedeutendes Mittelzentrum der Region.

Nicht nur der Regierungspräsident versprach gestern Abend Unterstützung. Auch Landrat-Stellvertreter Wolfgang Herz sicherte die Unterstützung des Enzkreises zu. „Das ist natürlich kein Versprechen einer Flatrate beim Kreisumlagehebesatz, wohl aber das einer positiven Begleitung ihrer Arbeit“, sagte Herz. Es liege im Interesse des Kreises, dass die einzige Große Kreisstadt gut aufgestellt sei.