nach oben
Um für saubere Luft zu sorgen, kommt man nicht darum herum, Diesel-Fahrzeuge auszusperren, glaubt Jürgen Resch. Foto: PZ-Archiv
Um für saubere Luft zu sorgen, kommt man nicht darum herum, Diesel-Fahrzeuge auszusperren, glaubt Jürgen Resch. Foto: PZ-Archiv
22.09.2017

Jürgen Resch (DHU): „Unser Modell hilft den Dieselfahrern“

Der Terminkalender von Jürgen Resch ist derzeit voll. Kein Wunder. Schließlich hat der 57-jährige Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH) Politik und Autoindustrie den Kampf angesagt. 45 Kommunen – darunter auch Mühlacker – droht er mit Klagen, sollten sie keine Maßnahmen einleiten, um die Einhaltung der Stickoxid-Luftgrenzwerte sicherzustellen. Damit macht er sich vielerorts nicht gerade beliebt. Denn das Ergebnis könnte ein Diesel-Fahrverbot sein, dass man in Mühlacker unbedingt vermeiden will. Im PZ-Interview spricht Resch über seine Beweggründe.

„Wir fordern von Stadt und Landesregierung kurzfristig wirkende Maßnahmen, so dass in Mühlacker – wie in 60 weiteren belasteten Städte in Deutschland – ab Jahresbeginn 2018 der Grenzwert für das Dieselabgasgift Stickstoffdioxid (NO2) eingehalten wird. Die Stickstoffdioxid-Belastung an stark befahrenen Straßen ist vor allem auf Dieselmotoren zurückzuführen und nur zu einem kleineren Teil auf anderer Verursacher. ‚Saubere Luft für unsere Städte‘ ist nur zu erreichen, wenn schmutzige Diesel nicht mehr in unsere Städte einfahren“, erklärt er. Aus seiner Sicht wird man also nicht darum herumkommen, Diesel-Fahrzeuge auszusperren. „So sinnvoll und wichtig Fahrradwege, E-Ladestellen und E-Taxis sind – sie ersetzen nicht die kurzfristig notwendigen und möglichen Maßnahmen, um bereits im kommenden Jahr unbesorgt durchatmen zu können“, kommentiert er die Maßnahmen-Vorschläge, mit denen sich Mühlacker um Mittel des Mobilitätsfonds des Bundes beworben hat. Seine Empfehlung: „Mühlacker sollte das Geld aus dem Fonds dafür beantragen, dass alle im Stadtgebiet ein- und durchfahrenden ÖPNV-Busse in den nächsten Monaten eine technische Nachrüstung auf Euro VI Abgasstandard erfahren und die Taxiunternehmen kurzfristig ihre Diesel-Taxis auf Erdgas-, Elektro- oder Benzin-Hybridbetrieb umstellen.“

Mehr lesen Sie am Samstag in der Mühlacker-Ausgabe der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.oder als PZ-news-Plus-Abonnent auf der Plus-Artikel-Übersichtsseite..