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Bad Wildbads Kaffeeröster Rolf Maisenbacher (von links), seine Mitarbeiterin Petra van Zon,  die stellvertretende Kaffeemühlenmuseumsleiterin Giovanna Messina und Kaffeemühlenmuseumsleiterin Theresa Ostwald zeigen im Wiernsheimer Kaffeemühlenmuseum, wie Kaffee in kleinen Mengen geröstet wird. Foto: Prokoph
Bad Wildbads Kaffeeröster Rolf Maisenbacher (von links), seine Mitarbeiterin Petra van Zon,  die stellvertretende Kaffeemühlenmuseumsleiterin Giovanna Messina und Kaffeemühlenmuseumsleiterin Theresa Ostwald zeigen im Wiernsheimer Kaffeemühlenmuseum, wie Kaffee in kleinen Mengen geröstet wird. Foto: Prokoph
29.08.2018

Kaffeemühlenmuseum Wiernsheim: Alles dreht sich um die Bohne

Wiernsheim. Die Kaffeeröstung kann im historischen Ambiente des Wiernsheimer Museums nachvollzogen werden. Interessierte kommen aus Nah und Fern, um das Verfahren zu bestaunen.

„Ich möchte nun schon seit sieben Jahren den Duft frisch gerösteter Kaffeebohnen in unserem Museum“, sagte Giovanna Messina.

Der Wunsch der stellvertretenden Leiterin des Wiernsheimer Kaffeemühlenmuseums ist am Sonntag nun in Erfüllung gegangen. Denn mit der Bad Wildbader Kaffee Manufaktur von Rolf Maisenbacher präsentierte sich in dem stilvollen Museumsambiente im Wiernsheimer Ortskern nun ein Könner und Kenner, der seit Oktober 2017 in Bad Wildbad frisch gerösteten Kaffee in kleinen Chargen herstellt und vertreibt.

„Ich bin ein Kaffee-Fan“, sagte die Besucherin Iris Wittmann, die aus Stuttgart gekommen war, um das Rösten mitzuerleben. Denn: „Das Rösten ist in diesem herrlichen Museum das i-Tüpfelchen“, berichtete sie begeistert im Gespräch. Und so scharrten sich im Museum immer wieder Interessierte am Stand von Rolf Maisenbacher und seiner Mitarbeiterin Petra van Zon, um zu sehen, wie beim Röstvorgang in einem so genannten Probenröster jeweils etwa 100 Gramm Kaffeebohnen geröstet wurden.

Dazu gab es dann jede Menge Hintergrundwissen zum Thema Kaffee. Und mit der Kaffee Manufaktur schließt sich im Prinzip auch der Kreis zu den rund 1000 Kaffeemühlen im Museum, die aus der umfangreichen Sammlung des verstorbenen Wiernsheimer Ehrenbürgers Rolf Scheuermann stammen. „Der Industriekaffee schmeckt immer gleich“, verrät Rolf Maisenbacher, wie er als gebürtiger Vaihinger zum Kaffeerösten kam.

Seine IT-Firma mit rund 70 Angestellten hat der 57-jährige vor zwei Jahren verkauft, als seine Frau an Krebs gestorben war. Durch diesen Schicksalsschlag beschlossen er und seine Töchter Rebekka und Franziska, künftig gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen.

Weil Franziska als ausgebildete „Barista“ schon für die Zubereitung von Kaffee zuständig und Tochter Rebekka von Beruf Konditorin ist, machte Rolf Maisenbacher schließlich in Berlin eine Ausbildung zum Röstmeister.

Davon träumte er schon als IT-Spezialist, dem der Kaffee an seinem Computer nicht immer schmeckte.

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