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Für das ehemalige Mühlacker Ziegeleigelände sucht die Stadt noch nach Investoren für eine Wohnbebauung. Nun sorgt der dort offen gelagerte Schutt und Sand auch noch für Unmut bei Anwohnern. Foto: Moritz
Für das ehemalige Mühlacker Ziegeleigelände sucht die Stadt noch nach Investoren für eine Wohnbebauung. Nun sorgt der dort offen gelagerte Schutt und Sand auch noch für Unmut bei Anwohnern. Foto: Moritz
Jeden Morgen wische er über seine Autoscheibe und habe dann immer die Hand voller Staub, ärgert sich ein Anwohner östlich des Ziegeleigeländes. Foto: Hepfer
Jeden Morgen wische er über seine Autoscheibe und habe dann immer die Hand voller Staub, ärgert sich ein Anwohner östlich des Ziegeleigeländes. Foto: Hepfer
Schmutz aus der Luft hat sich auch in der Hausfassade festgesetzt. Foto: Hepfer
Schmutz aus der Luft hat sich auch in der Hausfassade festgesetzt. Foto: Hepfer
02.07.2019

Kampf gegen den Staub: Ärger bei Nachbarn der Ziegelei-Brache

Mühlacker. Werner K. (Name geändert) ist auf 180. Der 66-jährige Rentner, der nordöstlich des ehemaligen Mühlacker Ziegeleigeländes ein kleines Häuschen besitzt, hat schon eine schwere Lungenoperation hinter sich und fürchtet nun um seine eh schon angeschlagene Gesundheit. Der Grund: Staub wirbele von der Ziegelei-Brache herüber.

„Besonders bei Westwind – und das ist hier bei uns die Hälfte des Jahres der Fall – kriege ich massive Atemprobleme“, klagt der Senior. Den Grund dafür sieht er beim ehemaligen Ziegeleigelände, auf dem noch einige kleinere Sand- und Schuttberge zu finden sind. „Der Wind wirbelt den rötlich-grauen Staub auf und trägt ihn zu uns rüber“, schildert Werner K., der seinen richtigen Namen nicht nennen möchte. Für ihn, seine Frau, aber auch für die Nachbarn sei die Situation mittlerweile schier unerträglich geworden, versichert er.

„Man prangert in Mühlacker zwar die Feinstaubbelastung an, spielt hier aber quasi mit unserer Gesundheit“, fügt seine Ehefrau hinzu. Sie und ihr Mann hätten bereits alles versucht und seien auch schon im Rathaus vorstellig geworden. Passiert sei bis heute aber gar nichts. In einem Schreiben habe die Stadtverwaltung ihnen sogar mitgeteilt, dass die Staubbelastung vom Umbau des Bahnhofes und nicht vom Ziegelei-Areal stamme, sagt die 60-Jährige. „Dabei war der Dreck schon da, bevor am Bahnhof gebaut worden ist“, ärgert sich ihr Ehemann. Bei einem Rundgang ums Haus und durch den Garten wird schnell klar, worüber sich die Senioren aufregen. Ein feiner Staubfilm liegt sowohl auf den Fensterbänken als auch auf den Scheiben des Autos, das vor dem Haus geparkt ist.

Mehr lesen Sie am Mittwoch, 3. Juli, in der „Pforzheimer Zeitung - Ausgabe Mühlacker“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.