nach oben
Hier sollen bald neue Wohnungen entstehen: das Kanne-Schuler-Areal in Dürrmenz.
Kanne-Schuler-Areal © Lutz
06.06.2011

Kanne-Schuler-Areal: Abriss sollte sich nicht verzögern

MÜHLACKER-DÜRRMENZ. Die Pläne für eine Neugestaltung des Dürrmenzer Kanne-Schuler-Areals könnten sich unter Umständen doch noch verzögern. Ein Grabungsteam von Denkmalschützern hat in dem Gebiet in der Ortsmitte nun Reste einer historischen Grubenhütte sowie Keramikscherben von Alltagsgegenständen aus dem 16. Jahrhundert gefunden.

„Was das im Einzelnen für uns bedeutet, kann ich momentan noch nicht genau sagen. Ich hoffe jedoch, dass es sich um keine wertvollen Funde handelt, die das Projekt verzögern könnten“, betont Mühlackers Bürgermeister Winfried Abicht. Zwar sei es allen Beteiligten schon zu Beginn der Sanierungsarbeiten bewusst gewesen, dass es sich beim Kanne-Schuler-Areal um einen alten Kulturraum handle, in dem Denkmalschützer durchaus auf derartige Funde stoßen können. Dennoch müssten diese laut Abicht nun erst einmal vom Landesdenkmalamt untersucht werden, um herauszufinden, ob ein gewisser Wert der Funde überhaupt vorliege. „Nichtsdestotrotz will ich die Angelegenheit so bald wie möglich erledigt haben, damit uns keine Überraschungen mehr erwarten, wenn wir anfangen wollen zu bauen“, sagt Abicht.

Als man vor einigen Jahren in der Stadtmitte einen Biomarkt an der Pforzheimer Straße gebaut habe, sei man erst auf historische Funde gestoßen, als die Bauarbeiten schon im vollen Gange gewesen sind. „So etwas möchte ich beim Kanne-Schuler-Areal, wenn möglich, vermeiden“, so Abicht, der jedoch zuversichtlich ist, den ursprünglichen Plan, nach dem man noch in diesem Jahr mit der Bebauung des Areals beginnen will, einzuhalten. „Zu 99 Prozent sollte da eigentlich nichts mehr schief gehen.“ max