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28.12.2010

Keine S-Bahn auf der Stichstrecke nach Maulbronn

MAULBRONN. Es wird so schnell keinen regelmäßigen S-Bahn-Verkehr in die Klosterstadt geben. Mit Bedauern hat der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion und Enzkreis-Abgeordnete Hans-Ulrich Rülke die Antwort der Landesregierung auf seine Anfrage zur Einbindung der Stichstrecke nach Maulbronn-Stadt in das SPNV-Netz zur Kenntnis genommen.

Rülke hatte angeregt, nach Errichtung eines Stadtbahn-Haltepunkts Mühlacker-Stöckach eine regelmäßige Einbindung der Stichstrecke nach Maulbronn-Stadt über Ötisheim in das SPNV-Netz zu realisieren. Aus Sicht des Amtschefs des Landes-Verkehrsministeriums Bernhard Bauer sei aber zu erwarten, dass das für eine Landesförderung notwendige Gutachten zum Ergebnis habe, dass die Kosten des Projektes seinen volkswirtschaftlichen Nutzen überwiegen würden. Immerhin sei hierfür eine Elektrifizierung der Stichstrecke sowie eine Sanierung des Bahnsteigs am Haltepunkt Maulbronn-Stadt erforderlich.

Dennoch beurteilt die Landesregierung die Nachfrage nach der Anbindung des Haltepunkts Maulbronn-Stadt an den SPNV als gut. Bauer verweist in dieser Drucksache 14-7302 auch an die vom Land finanzierten Schienen-Pendelverkehre von Maulbronn-West nach Maulbronn-Stadt.

Was die Realisierungschancen eines Haltepunktes Stöckach anlangt, verweist Bauer auf die im Januar vorzustellende Machbarkeitsstudie des Enzkreises zur Verbesserung des SPNV im Raum Enzkreis-Stadt Pforzheim. Hierin sollen Möglichkeiten zum Bau und zur Bedienung weiterer Haltepunkte zwischen Pforzheim und Mühlacker (Pforzheim-Anshelmstrasse, Pforzheim-Zeppelinstrasse, Eutingen-Kühler Grund und Mühlacker-Stöckach) untersucht werden. Erst dann könne eine Entscheidung zum Haltepunkt Stöckach fallen. pm