nach oben
04.05.2008

Knapp dem Rauch entkommen – 100.000 Euro Sachschaden

MÜHLACKER-GROSSGLATTBACH. Am Sonntagmorgen um 5.45 Uhr mussten die Feuerwehren Großglattbach und Mühlacker zu einem Brand in einer Wohnung im Großglattbacher Fronackerweg 11 ausrücken. Ein Mann, der zunächst selbst versucht hatte, die Flammen zu löschen, erlitt eine Rauchgasvergiftung und musste ins Mühlacker Krankenhaus eingeliefert werden. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 100.000 Euro.

Der 25-jähriger Mann hat Glück im Unglück gehabt: Er wurde in seiner Wohnung von Rauch und Flammen geweckt. Nach einem Löschversuch erkannte er, dass er gegen die Gewalt des Feuers keine Chance mehr hatte. Er floh aus der Wohnung, verständigte andere Hausbewohner und rief die Feuerwehr. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der Mann offenbar schon eine beträchtliche Menge Rauch eingeatmet, so dass er vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht wurde.

Räume nach hilflosen Menschen durchsucht

Die Feuerwehr rückte zunächst mit dem Tanklöschfahrzeug aus Großglattbach an. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, drang aus allen Fenstern dichter Rauch, in einem Zimmer waren offene Flammen sichtbar. Weil obendrein nicht klar war, ob noch weitere Personen in Gefahr waren, wurde der komplette Löschzug aus Mühlacker hinzu gerufen.

Ein Angriffstrupp ging zur Brandbekämpfung vor, zwei weitere Trupps durchsuchten die Wohnung nach Personen und öffneten Fenster zur Belüftung. In dem dichten Rauch konnte die Feuerwehr nur unter Atemschutz arbeiten. Um den Rauchabzug zu verbessern, wurde auch ein Hochleistungslüfter eingesetzt.

Kriminalpolizei ermittelt noch die Brandursache

Kreisbrandmeister Bernd Straile zeigte sich erleichtert, dass keine weiteren Personen gefunden wurden und zugleich so umsichtig gelöscht wurde, dass kein Wasserschaden entstand. Der Schaden durch Hitze und Rauch ist dagegen beträchtlich und könnte bei rund 100.000 Euro liegen.

Deutlich sichtbar war in der Wohnung, dass sich der rußige Rauch im oberen Teil der Räume ballte: Dort waren die Tapeten wesentlich dunkler eingefärbt als in Bodennähe. Die Brandursache war am Sonntag noch nicht geklärt, die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen auf.

{ImageL}

{ImageL}