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04.05.2011

Kommentar: Gewalttätige Überfälle an belebten Plätzen

In Berlin treten junge Männer Passanten beinahe tot, in Pforzheim wird eine Frau mitten im Schlosspark vergewaltigt und in Mühlacker passieren innerhalb von gerade einmal ein paar Tagen zwei Verbrechen, die einen ins Grübeln kommen lassen. Alles nur Zufall?

Sowohl der Überfall am Ostermontag auf den Kiosk am Senderstädter Bahnhof, in dem der Betreiber gefesselt und mit einer Schusswaffe bedroht wurde, als auch der gewalttätige Raub direkt an der meistfrequentierten Straße in Mühlacker, können sicher nicht als Alltäglichkeit abgetan werden. Unweigerlich fragt man sich, ob die zuletzt aufkommende Gewaltbereitschaft an belebten Plätzen insbesondere bei Jugendlichen nichts als ein großer Zufall ist, oder ob derartige Vorkommnisse nicht doch bedenkliche Aussagen über den derzeitigen Zustand unserer Gesellschaft zulassen. Fest steht bislang nur, dass das alte Klischee, am hellichten Tag wird einem an gut besuchten Orten schon nichts passieren, längst nicht mehr Bestand hat. Egal, ob man in Berlin wohnt oder in Mühlacker.