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11.03.2011

Kommentar: Rückgabe des Mühlehofs

Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul, heißt ein Sprichwort. Beim Thema Mühlehof empfiehlt es sich aber ganz genau hinzuschauen. Wenn Echo die Immobilie zurückgibt, und das gar zum Nulltarif, ist die Stadt nicht automatisch zu beglückwünschen. Zwar ist man dann wieder Herr im eigenen Haus, doch keines der Probleme löst sich von allein. Dass die sich abzeichnende Lösung im Mühlehof-Streit überwiegend positiv aufgenommen wird, ist ein gutes Zeichen, mehr nicht.

Zur Frage wie es weitergehen könnte, gibt es vage Ideen. Doch noch steht das Gutachten aus, das zeigen soll, ob sich eine Sanierung des Gebäudes lohnt. Selbst ein Abriss kostet Geld. Ebenso müsste die Stadt, wenn sie wieder Eigentümer ist, in die baufällige Tiefgarage investieren. Den Schwarzen Peter können der Oberbürgermeister, die Mitarbeiter der Verwaltung und die Stadträte dann nicht mehr Echo zuschieben. Im Fall der Rückgabe stehen sie selbst in der Verantwortung.

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