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Hasan Irmak (Zweiter von links), seine Frau Seher (von rechts) und die Mitarbeiter Yalcin Lütfü sowie Johannes Horn bangen um ihre Existenz. Foto: Cichecki
Hasan Irmak (Zweiter von links), seine Frau Seher (von rechts) und die Mitarbeiter Yalcin Lütfü sowie Johannes Horn bangen um ihre Existenz. Foto: Cichecki
12.10.2018

Krankenfahrdienste im Land stehen womöglich bald vor dem Ruin

Mühlacker/Enzkreis. „Wir haben jahrelang problemlos miteinander gearbeitet“, erzählt der 39-jährige Hasan Irmak, Geschäftsführer des Transport-Unternehmens Krankenfahrten-Irmak in Mühlacker. Der ausgebildete Sanitäter fährt bereits seit zehn Jahren kranke Menschen im Enzkreis von A nach B. Seine Arbeitgeber sind die Krankenkassen. Doch nun hat ihm der Ersatzkassenverbund vdek zum Ende des Jahres gekündigt. Warum, weiß der Unternehmer selbst nicht genau.

In der Vertragsauflösung kündigte der Interessensverband außerdem die Aufhebung aller Verträge mit den in Baden-Württemberg ansässigen privaten Krankenfahrdiensten an. Den Anstoß für diese Entscheidung soll vor allem die mangelhafte Qualität der privaten Transport-Unternehmen gegeben haben, erklärt Biggi Bender, Leiterin der Landesvertretung der vdek, auf Anfrage der PZ.

Der Verband wollte mit der Inanspruchnahme von privaten Betrieben Geld sparen, so Bender. Weil sich aber herausgestellt habe, dass die Leistungen, welche die Liege- und Tragestuhltransporte erbringen, nicht mit denen der qualifizierten Krankentransporte mit geschultem Rettungsfachpersonal übereinstimmen, habe sich der vdek dazu entschlossen, die Mitarbeit mit den privaten Diensten in Baden-Württemberg zu beenden und ausschließlich auf das Angebot von Organisationen wie dem DRK zurückzugreifen.

Mehr lesen Sie am 13. Oktober in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Faelchle
13.10.2018
Krankenfahrdienste im Land stehen womöglich bald vor dem Ruin

Das riecht gewaltig nach erfolgreicher Lobbyarbeit des mächtigen DRK. mehr...

PZ-Leser
13.10.2018
Krankenfahrdienste im Land stehen womöglich bald vor dem Ruin

Wenn die privaten Anbieter weg fallen, wer soll dann bitte den zusätzlichen Bedarf an Transporten übernehmen? Das DRK!? :confused: Ich lach mich gleich kaputt!!!! Die können doch nicht mal ihre jetzigen Rettungsmittel zu 100% besetzten. Wie soll das denn funktionieren!!?? Tja liebe Kranke, da müsst ihr wahrscheinlich schon selbst schauen, wie ihr ins Krankenhaus kommt oder wieder zurück nach Hause oder ins Pflegeheim, wenn ihr nicht mehr laufen könnt. Im Zeichen der Menschlichkeit!!... mehr...