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Aufsichtsratsvorsitzender Sieghardt Bucher und die Vorstände Johannes Altmann und Holger Schünhof (stehend), davor die Aufsichtsräte Frank Dutt, Ulrich Gaisser, Martin Scheerle und Rudolf Kram (von links) zeigten sich zufrieden.  Kollros
Aufsichtsratsvorsitzender Sieghardt Bucher und die Vorstände Johannes Altmann und Holger Schünhof (stehend), davor die Aufsichtsräte Frank Dutt, Ulrich Gaisser, Martin Scheerle und Rudolf Kram (von links) zeigten sich zufrieden. Kollros
10.10.2016

Kreisbau weiter auf Modernisierungskurs

Die Kreisbau Enz-Neckar, genossenschaftliches Wohnungsunternehmen mit Sitz in Mühlacker, kommt ihrem schon vor Jahren gesetzten Ziel, den kompletten Wohnungsbestand in zeitgemäßen Stand zu versetzen, immer näher. Auch im vergangenen Jahr wurden hierfür rund 900 000 Euro aufgewandt, so Vorstandssprecher Holger Schünhof bei der Generalversammlung in Mühlacker.

Noch eindrucksvoller spiegelt sich dieses Bemühen um eine „nachhaltige Vermietbarkeit unseres Wohnungsbestands“ in jenen 30 Millionen Euro wider, die die Genossenschaft in den vergangenen 15 Jahren mit dieser Zielrichtung investierte. Dies sei nach Schünhofs Einschätzung ein deutlich höherer Aufwand als im Durchschnitt der Unternehmen im Branchenverband.

„Diesen Weg werden wir weiter beschreiten“, so der geschäftsführende Vorstand der Baugenossenschaft. Nach Abschluss der Arbeiten an einer Wohnanlage im Heidenwäldle in Mühlacker mit 16 Einheiten werde aktuell ein Anwesen in Bissingen mit 14 Wohnungen erneuert, der Aufwand betrage knapp 800 000 Euro. Des Weiteren wurde ein Neun-Familien-Haus in Vaihingen in Angriff genommen, hier seien knapp 600 000 Euro veranschlagt. Und im nächsten Jahr stünden drei Gebäude mit 18 Wohnungen in Vaihingen auf der Agenda – der Aufwand dort: rund 1,2 Millionen Euro. Bei allen Maßnahmen sei auch die energetische Sanierung ein wichtiges Thema, wofür es attraktive Förderkredite gebe.

Insgesamt besitzt die Kreisbau zwischen Mühlacker, Knittlingen und Bissingen rund 670 Mieteinheiten. Innerhalb dieser kam es vergangenes Jahr zu 65 Mieterwechseln, also eine Fluktuation von rund zehn Prozent.

Neben dem Mietbestand betreut die Kreisbau im Rahmen der Wohnungseigentumsverwaltung 32 Gemeinschaften mit 474 Wohn- und Gewerbeeinheiten. Die Erlöse aus der Betreuungstätigkeit macht freilich nur einen geringen Anteil des Kreisbau-Umsatzes aus.

Insgesamt konnten knapp 4,6 Millionen Euro Umsatz generiert werden, rund 120 000 Euro mehr als im Vorjahr. Bei geringeren Aufwendungen übertraf der Jahresüberschuss (nach Steuern) mit 620 000 Euro das Vorjahresergebnis um knapp 480 000 Euro. So konnten den Rücklagen rund 460 000 Euro zugeführt und deren Summe entsprechend auf 5,7 Millionen Euro erhöht werden.

Aus dem verbleibenden Bilanzgewinn von 247 000 Euro wird eine vierprozentige Dividende mit einer Gesamtsumme von 42 500 Euro ausgeschüttet.

Aufsichtsratsvorsitzender Sieghardt Bucher erinnerte im Verlauf der Versammlung an das mittlerweile 70-jährige Bestehen der Kreisbau, einst gegründet zur Sicherung der Grundversorgung der Bevölkerung im Altkreis Vaihingen mit Wohnraum. Dazu merkte er an, dass „auf unsere Kreisbau, vielleicht anders als andernorts, kein politischer Einfluss erfolgt“. Das Bestreben werde weiterhin sein, in den eigenen Bestand zu investieren und diesen vielleicht auch zu erweitern, nicht aber als Bauträger für Fremdimmobilien mehr tätig zu werden.