nach oben
Stellen ihre neusten Werke zur Schau: Paul Revellio (von links), Martin E. Kautter und Bernd Brüstle vor dem Hohenhaslach-Panorama. Foto: Jähne
Stellen ihre neusten Werke zur Schau: Paul Revellio (von links), Martin E. Kautter und Bernd Brüstle vor dem Hohenhaslach-Panorama. Foto: Jähne
09.09.2018

Künstlergruppe aus Mühlacker eröffnet 15. Jahresausstellung im städtischen Rathaus

Mühlacker. Das Leben ist kein Stillstand, sondern eine ständige Veränderung und Weiterentwicklung. Eine Metamorphose, wenn man so will. Der Prozess des Älterwerdens zählt genauso dazu wie etwa die Wandelungen in der Technik oder der Gesellschaft.

Dabei unterzieht sich die Jahresausstellung der Künstlergruppe keinem bestimmten Thema: Erlaubt ist eben immer noch, was gefällt.

Der gedanklichen Freiheit sind keine Grenzen gesetzt. Von der Pauluskirche - im vergangenen Jahr - ging es dieses Mal ins städtische Rathaus – erstmalig, wie Martin E. Kautter von der Künstlergruppe verriet. Warum deren Jahresausstellung ausgerechnet „Metamorphosen“ heißt, dazu gab es hingegen keine konkrete Auskünfte: Schlagworte wie „Digitalisierung“, „Datenschutzgesetz“ oder „Cyberkriminalität“ wurden bei der Eröffnungsrede in den Raum geworfen.

Eine sichtbare Umwandelung findet derzeit direkt vor der eigenen Haustüre statt: Der Abriss des Uhlandbaus und der geplante Aufbau einer neuen Stadthalle. Dort wünscht sich die Künstlergruppe eine neue Heimat, zum Werken und zum Präsentieren. Dass Mühlackers Oberbürgermeister Frank Schneider zur Vernissage anwesend war, traf sich dabei gar nicht schlecht.

Die Eindrücke sind vielfältig

Insgesamt 17 Künstlerinnen und Künstler aus Mühlacker und der Region stellen aus und das noch bis zum 30. September. Die Eindrücke sind vielfältig, die Techniken ebenfalls: Da blinkt und leuchtet ein grellgrüner Pilz anhand diverser Leuchtdioden von der Wand während das Bild „Tempus fugit“ tatsächlich sowas wie eine Veränderung darstellt: Den einer jungen Frau zur steinalten, vom Leben gezeichnet Greisin. Maler Bernd Brüstle zauberte ein dreiteiliges Panoramabild von Hohenhaslach an die Wand, bei Paul Revellio tut es immer das gleiche Hochzeitsportrait in völlig verschiedenen lithographischen Variationen. „Tagespolitik ist so gut wie keine in den Motiven vertreten“, so Kautter und man konnte es durchaus dankend annehmen. Dass die Kelter in die Ausstellung involviert wurde, sei ein weiteres Novum.

Für die lyrisch-musikalischen Beiträge sorgten Kirsten Elischer mit Auszügen aus Benjamin Brittens „Die sechs Metamorphosen nach Ovid“ unter der Begleitung von Nigel Treherne an der Oboe. Der Aktivkindergarten „Räuberbande“ am Stöckach wurde zudem mit einer Geldspende bedacht.