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Der Zug kommt – und er bringt wie hier in Illingen viel Lärm mit. Wie in Mühlacker wird auch hier in Schallschutz investiert.
Illingen Bahnhof © PZ-Archiv
12.11.2010

Lärmschutz an der Bahn kommt

ILLINGEN. Der Bau des Lärmschutzwalls soll 2013 grünes Licht erhalten. Darüber informierte die Deutsche Bahn am Donnerstagabend die Illinger in der Stromberghalle. Die warten sehnlichst auf den Schallschutz, der dann auf rund 1380 Metern Länge den Bahn Lärm schlucken soll. Mit einem Kostenvolumen von 1,8 Millionen Euro rechnet die Bahn.

Rund 80 Besucher wollten die Pläne bei der Bürgerversammlung in der Stromberghalle persönlich vorgestellt bekommen. Zur Bedeutung der so genannten Lärmsanierung konnten viele eigene Erfahrungen berichten. „Wenn die Züge am Haus vorbeifahren, versteht man zum Teil sein eigenes Wort nicht mehr“, hieß es. In den Bereichen bei der Schmiebachbrücke und der Luigstraße und in den angrenzenden Gebieten entlang der Zeppelinstraße, der Mühlstraße oder Gustav-Freytag-Straße bekämen Anwohner den Geräuschpegel als volle Breitseite zu spüren.

„70 Dezibel sollten in Wohngegenden bei Schienenverkehr der Idealzustand sein, 75 in Gewerbegebieten“, versicherte Sabine Weiler, Ingenieurin der DB-Projektbau GmbH der Zuhörerschaft. Abhilfe soll nun ein rund 1380 Meter langer Lärmschutz leisten, dessen erster Abschnitt 2013 errichtet werden soll. Drei Viertel der Kosten von bis zu 1,8 Millionen Euro werde aus einem staatlichen Förderprogramm gedeckt, der Rest wäre als Eigenanteil der Gemeinde Illingen zu finanzieren.

Eine Investition, die sich rechnen würde, wie Sabine Weiler verlauten ließ: „Auch nach zehn Jahren haben die Lärmschutzwände noch nichts von ihrer Wirkensweise eingebüßt“, so die Ingenieurin der Deutschen Bahn. In der Regel zwischen zweieinhalb und drei Metern hoch, wären die Gebilde aus Stahlträgern und einem Kern aus Dämmwolle gegen jede Wind- und Wetterlage resistent. Eine Wartung, die alle drei Jahre erfolgen würde, wäre eine zusätzliche Option. „Lediglich gegen Schmierereien in Form von Graffitis können wir nichts unternehmen“, meint Weiler.

Bevor es zum Bau komme, müssten zuerst ermittelt werden, wo entlang der Luigstraße sowie der Schmiebachbrücke die akustischen Grenzwerte überschritten würden, um schließlich ein entsprechendes Gutachten ausstellen zu können. „Sobald dies der Fall ist, haben wir grünes Licht für den Bau des Lärmschutzwalles“, so Sabine Weiler abschließend.

Muehlacker-news hat die Leser gefragt, wie wichtig sie den Lärmschutz an der Bahn finden. Deutlicher kann ein Ergebnis nicht sein: Die Maßnahme wurde zu 100 Prozent befürwortet. Alexander Jähne/hei