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Beschwert sich über den Geräuschpegel, den die Laster verursachen: die Enzbergerin Gertrud Thieke.
Beschwert sich über den Geräuschpegel, den die Laster verursachen: die Enzbergerin Gertrud Thieke. © Lutz
22.08.2011

Laster-Lärm in Enzberg hat bald ein Ende

MÜHLACKER-ENZBERG. Im Mühlacker Stadtteil Enzberg gibt es Unmut seitens einiger Anwohner, da in den vergangenen Wochen vermehrt Lastwagen durch die Straßen fahren und dadurch Lärm verursachen. Mit der Lärmbelästigung soll es jedoch bald vorbei sein.

Die Enzbergerin Gertrud Thieke, die sich nun in einem Schreiben an die PZ gewandt hat, bemängelt neben der Anzahl der Lastwagen (nach ihren Schätzungen 40 bis 50 am Tag) allem voran die Geschwindigkeit, mit der die Lastwagen durch Enzberg fahren. „Eigentlich gilt hier an der Kieselbronner Straße Tempo 40. Die Laster rauschen aber garantiert mit 50 Stundenkilometern und mehr hier durch, was das Lärmproblem zusätzlich verschärft“, so Gertrud Thieke. „Jedes mal rappelt und kracht es, wenn sie über die Kanaldeckel fahren und man hat selbst in unserem Haus an der Seestraße, die ja immerhin einige Meter entfernt verläuft, kaum mehr eine ruhige Minute.“

Seit mehr als 30 Jahren lebt Gertrud Thieke bereits in Enzberg, aber ein derart hohes Aufkommen an Verkehrslärm habe es in den vergangenen Jahrzehnten nie gegeben.

Zumindest das Problem mit dem vermehrten Lkw-Verkehr dürfte in wenigen Tagen jedoch vorerst gelöst sein. Die meisten Laster fahren momentan nämlich vom Enzberger Steinbruch durch den Mühlacker Stadtteil, um Schotter nach Friolzheim zu transportieren, wo derzeit ein Teilstück der A8 gebaut wird. „Die Fahrer der Lastwagen müssen daher durch Enzberg, um bei Niefern auf die A8 zu kommen“, erklärt Armin Haug, Prokurist der Steinbruch-Betreiberfirma NSN. „Da wir für den Transport Fremdfirmen beschäftigen, haben wir keinen Einfluss darauf, welchen Weg die Lkw-Fahrer nehmen. Dass es momentan in Enzberg zu Störungen durch die Lastwagen kommt und sich die Anwohner ärgern, verstehe ich aber. Letztlich gibt es allerdings momentan keine Alternative“, sagt Haug.

Das Problem löse sich in wenigen Tagen jedoch sowieso von selbst, da an der Friolzheimer Baustelle kein Schotter aus Enzberg mehr benötigt werde. max