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Wirklich einladend ist die Farbe des Tiefen Sees in Maulbronn derzeit nicht sonderlich. Mit der Wasserqualität hat das jedoch nichts zu tun. Foto: Meyer
Wirklich einladend ist die Farbe des Tiefen Sees in Maulbronn derzeit nicht sonderlich. Mit der Wasserqualität hat das jedoch nichts zu tun. Foto: Meyer
23.06.2019

Leserfrage: Warum ist das Wasser des Tiefen Sees so braun?

Maulbronn. Der Tiefe See in Maulbronn ist ein beliebtes Naturfreibad. In letzter Zeit jedoch lud die braune Farbe des Wassers nicht unbedingt zum Schwimmen ein. Im Gegenteil: Aus der Ferne machte das Gewässers sogar den Anschein, total verdreckt zu sein. Doch der Schein trügt.

Die Farbe eines Gewässers kann von mehreren Dingen beeinflusst werden: Algen, Plankton, Mineralien, Bakterien, Kalk, Sand, Schlamm und andere Teilchen färben das Wasser grün, türkis, braun oder sogar rot. Ist das Wasser frei von Teilchen, wie zum Beispiel im Freibad oder in einem Pool, ist es klar. Ist es das nicht, bricht sich das Licht in den Partikeln und es erscheint trüb. So verhält es sich dieser Tage auch im Tiefen See in Maulbronn.

Aufgrund der immer wiederkehrenden Regenfälle in den vergangenen Wochen seien feinste Schwebstoffe ins Wasser gelangt, die sich nur sehr langsam absetzen, erklärt der Maulbronner Stadtbaumeister Tim Schmidt auf Nachfrage der „Pforzheimer Zeitung“. Der Zulauf verstärke sich bei Regenfällen, dass Wasser ist also mehr in Bewegung, wodurch außerdem der Untergrund aufgewühlt wird. Wenn die kleinen Partikel, die dann im Wasser „schweben“ von der Sonne angestrahlt werden, färbt sich das Wasser im Auge des Betrachters braun.

Mit der Wasserqualität habe das aber nichts zu tun, versichert Schmidt. „Diese wird in der Badesaison alle zwei Wochen kontrolliert und ist unbedenklich.“ 2018 wurde der Badebetrieb eingestellt, da das Gesundheitsamt bei einer Routineuntersuchung der Wasserqualität festgestellt hatte, dass sich Blaualgen in großer Zahl vermehrten, was zu einer toxischen Belastung des Wassers hätte führen können (PZ berichtete). Seither habe man aber keine Probleme mehr gehabt, so Schmidt. Im Übrigen: Wenn sich das Wasser wieder beruhigt und die Partikel am Boden des Sees abgesetzt haben, wird das Wasser wieder klar.