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Mehrere PZ-Leser wunderten sich in den vergangenen Tagen über Bohrungen in der Nähe des Steinbruchs im Nordwesten Enzbergs.  Foto: PZ-Archiv 

Leserfrage: Warum wird gegenüber des Steinbruchs in Enzberg gebohrt?

Mühlacker-Enzberg. Spaziergänger haben sich in den vergangenen Tagen über Bohrungen gegenüber des Enzberger Steinbruchs gewundert. Zumal die geplante Erweiterung des Areals an anderer Stelle, nämlich in östlicher Richtung gen Sengach, geplant ist. Die PZ hat sich beim Betreiber NSN und dem Landratsamt nach dem Grund für die geologischen Untersuchungen erkundigt.

Es ist noch nicht lange her, da waren die Fronten zwischen einer Gruppe von Bürgern und der Betreiberfirma des Enzberger Steinbruchs verhärtet. Die Natursteinwerke im Nordschwarzwald (NSN) planten eine Erweiterung, die Mitglieder der Initiative „Steinbrucherweiterung Enzberg? Nein danke!“ wehrten sich mit aller Macht gegen das Vorhaben. Im August 2016 einigten sich die Parteien schließlich auf einen Kompromiss: Auf einer Fläche von fünf Hektar darf sich der Steinbruch in Richtung Osten vergrößern.

Jüngst wurde nun beobachtet, wie auf der gegenüberliegenden Seite des Steinbruchs, also westlich des Werks oberhalb der Brettener Straße in Richtung Tailfinger Hof, Bohrungen mit schwerem Gerät stattfanden. NSN-Prokurist Armin Haug bestätigt: „Das waren drei Erkundungsbohrungen, die jedoch nichts mit der Erweiterung Richtung Osten zu tun haben, wo bereits abgebaut wird.“ Die Beschaffenheit des Bodens sei hierbei untersucht worden. „Die Bohrungen sind im Hinblick auf mögliche Erweiterungen in zehn bis 15 Jahren vorgenommen worden“, so Haug.

„Es geht hier nicht um konkrete Erweiterungspläne“, bestätigt Jürgen Hörstmann, Pressesprecher im Landratsamt Enzkreis. Das Unternehmen habe sich lediglich erkundigt, ob an genannter Stelle im Boden verwertbare Rohstoffe liegen. Der Regionalverband Nordschwarzwald aktualisiere derzeit seine Karten hinsichtlich der Rohstoffsicherung. Es werde also derzeit untersucht, wo in der Region künftig theoretisch Material abgebaut werden kann.

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