nach oben
Oberbürgermeister Frank Schneider (von links) und Bürgermeister Winfried Abicht danken Peter Kauffmann für die Arbeit, die er in eine Broschüre über Großglattbach gesteckt hat. Den Bürgerbeteiligungsprozess begleiten auch Berater und Moderator Christoph Weinmann und Anette Popp von der Stadtverwaltung.  Schierling
Oberbürgermeister Frank Schneider (von links) und Bürgermeister Winfried Abicht danken Peter Kauffmann für die Arbeit, die er in eine Broschüre über Großglattbach gesteckt hat. Den Bürgerbeteiligungsprozess begleiten auch Berater und Moderator Christoph Weinmann und Anette Popp von der Stadtverwaltung. Schierling
03.05.2017

Letzte Zukunftswerkstatt in Mühlackers Kernstadt - Im World Café sollen dann Bürger aus allen Stadtteilen gemeinsam diskutieren

Sie waren fleißig, die Einwohner aus Enzberg, Lienzingen, Großglattbach, Lomersheim, Mühlhausen und Dürrmenz. In den Zukunftswerkstätten in den vergangenen Wochen haben sie schon einige Ideen entwickelt und Pläne für die Zukunft ihrer Stadtteile geschmiedet. Manches ist noch vage – anderes dagegen schon buchstäblich greifbar.

Etwa die Broschüre „Wir in Großglattbach“, die Peter Kauffmann in gerade mal zwei Monaten verfasst, gestaltet, gedruckt und verteilt hat – in Eigenregie. „Es ist eine Art Bewerbung an jeden Neubürger“, sagt Kauffmann. Denn darin aufgelistet findet man Informationen über Geschichte, Verwaltung, Kirchen, Schulen, Vereine, Einzelhandel, Handwerk, Kunst, Gewerbe und Gesundheit auf einen Blick. „Hier gibt es alles“, lautet seine Botschaft.

Aber auch andere Themen wurden in den Zukunftswerkstätten angesprochen und zum Teil schon angegangen. So haben in Großglattbach Britta Burger und Tony Heiler eine Umfrage über den Bedarf nach einem Bürgerbus gemacht. „Die Ergebnisse werden in den nächsten Tagen ausgewertet“, sagt Anette Popp, Projektleiterin bei der Stadt Mühlacker. Die Anregung der Einwohner, den Verkehr besser zu regeln, fand ihren Niederschlag bei einer Verkehrsschau im April. Im Ergebnis soll es Tempo 30 beim Bäcker aus Richtung Vaihingen kommend und vor dem Zebrastreifen in der St. Markusstraße geben. Ebenfalls etwas getan hat sich in Sachen Kommunalpolitik. Da die Großglattbacher beklagt haben, keinen Vertreter mehr im Gemeinderat zu haben, machen die Fraktionen nun Sitzungen in dem Stadtteil. In Lienzingen hat sich aus der Zukunftswerkstatt heraus ein Arbeitskreis entwickelt, der sich mit der Entwicklung Lienzingens in den kommenden zehn Jahren beschäftigt. In Lomersheim planen aktive Bürger eine gemeinsame öffentliche Veranstaltung. Georg Henle sucht die Vernetzung mit anderen Stadtteilen zum Thema Nachbarschaftshilfe. Ein Treffen mit Monika Georges aus Dürrmenz ist geplant. In Mühlhausen hat es nach der Zukunftswerkstatt ebenfalls ein weiteres Treffen von Interessierten gegeben. In Enzberg gibt es Pläne, die Kelter in Eigeninitiative auszubauen und einen Ort der Begegnung zu schaffen.

„Der Prozess hat schon viel bewegt. Die Menschen schließen sich zusammen, werden aktiv“, sagt Prozessbegleiter Christoph Weinmann. Nach der letzten Zukunftswerkstatt am kommenden Samstag in der Kernstadt von Mühlacker soll es ein World Café für alle Einwohner geben. Hier soll es noch einmal zu einem intensiven Austausch zwischen den Stadtteilen kommen. Die Maßnahmen sollen weiter reifen und die aktiven Einwohner sollen sich vernetzen. „Die Maßnahmen sollen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden und daraus neue Erkenntnisse gewonnen werden“, so Weinmann. Richtig konkret wird es dann im Juni in den Strategiewerkstätten. „Dort sollen die Maßnahmen so konkretisiert werden, dass sie dem Gemeinderat vorgestellt werden können.