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Derzeit ist das fast 300 Jahre alte Haus an der Hauptstraße eingerüstet. Foto: Schrader
Derzeit ist das fast 300 Jahre alte Haus an der Hauptstraße eingerüstet. Foto: Schrader
Ein alter Ziegel mit Sonnenrädern und der Jahreszahl 1885, die vermutlich von den damaligen Dachdeckern eingebrannt wurden. Foto: Schrader
Ein alter Ziegel mit Sonnenrädern und der Jahreszahl 1885, die vermutlich von den damaligen Dachdeckern eingebrannt wurden. Foto: Schrader
Haben allesamt Spaß an dem außergewöhnlichen Projekt: Energieberater Harry Kaucher vom gleichnamigen Ingenieurbüro, Eigentümerin und Bauherrin Sara Eberhardt sowie Rebekka Kehrwald und Thomas Kern von der Firma Holzbau Kern (von links) im Dachstuhl des Waldenserhauses. Foto: Schrader
Haben allesamt Spaß an dem außergewöhnlichen Projekt: Energieberater Harry Kaucher vom gleichnamigen Ingenieurbüro, Eigentümerin und Bauherrin Sara Eberhardt sowie Rebekka Kehrwald und Thomas Kern von der Firma Holzbau Kern (von links) im Dachstuhl des Waldenserhauses. Foto: Schrader
28.10.2016

Letztes Original-Waldenserhaus in Kleinvillars wird saniert

Knittlingen-Kleinvillars. Das kleine Waldenserhaus an der Hauptstraße in Kleinvillars ist eines der letzten im Enzkreis, das am ehesten noch den Originalen entspricht. Nun wird es saniert. Die Bauherrin ist 24 Jahre alt und legt zur Freude vieler großen Wert auf den Erhalt des historischen Objekts.

Mit alten Gemäuern ist das so eine Sache: Für die einen sind sie der blanke Horror. Der Erhalt bedeutet viel Arbeit – und das für ein Objekt, das im Grunde immer ein altes Haus bleiben wird. Für die anderen aber haben sie einen besonderen Charme, einen ehrlichen Charakter mit Verbindung in ein vergangenes Zeitalter.

Zu diesen gehört wohl auch Sara Eberhardt. Die 24-Jährige ist die neue Eigentümerin des kleinen Waldenserhäuschens an der Hauptstraße in Kleinvillars, das einst Lina Riexinger, geborene Bouc, gehörte (siehe Kasten). Und es ist nicht allein der Denkmalschutz, der die Tierarzthelferin dazu bringt, darin so viel wie möglich zu erhalten. „Schon als ich es gekauft habe, wusste ich: Daraus möchte ich kein neues Haus machen.“

Mit der Unterstützung ihrer Eltern, bei denen sie derzeit noch wohnt, informierte sie sich über die Sanierung von historischen Häusern. Nun hat die junge Frau Experten an der Hand, die ihr mit ökologischen Baustoffen nicht nur dabei helfen, das Haus wohnlich zu gestalten, sondern auch dafür sorgen, dass das knapp 300 Jahre alte Objekt noch viele weitere Jahrzehnte bestehen kann und nicht langsam zerfällt.

Baulich verändert wird lediglich der Dachstuhl, der zuvor nicht als Wohnraum genutzt wurde und in dem es bisher keine Lichtquelle gab. Der Denkmalschutz erlaubt Sara Eberhardt zwar keine Dachfenster, dafür aber den Einbau von Gauben, in die dann Fenster eingesetzt werden. Bisher wurden einige schlechte Balken ersetzt, viele aber auch überarbeitet und wiederverwendet. Auch die ursprünglichen Ziegel sollen wieder aufgebracht werden.

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