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Mehr als nur ein „Tante Emma-Laden“: der Lienzinger Nahversorger wird als ungemein wichtig für ein vitales „Etterdorf“ erachtet Foto: Kollros
Mehr als nur ein „Tante Emma-Laden“: der Lienzinger Nahversorger wird als ungemein wichtig für ein vitales „Etterdorf“ erachtet Foto: Kollros
31.03.2017

Lienzinger Bürger beraten über Ortszukunft

Mühlacker-Lienzingen. Noch bevor die Runde der Zukunftswerkstätten im Rahmen des Bürgerbeteiligungsprojekts in allen Mühlacker Stadtteilen abgeschlossen ist und die Ergebnisse in einem „World-Café“ zusammengetragen und verglichen werden, haben die Lienzinger bereits den Ball aufgenommen. Auf Einladung des noch bestehenden Arbeitskreises „Dorfjubiläum“ fand diese Woche eine Gesprächsrunde statt, um abzuklären, ob und gegebenenfalls wie die eine oder andere Idee aus der Lienzinger Zukunftswerkstatt aufgegriffen und vielleicht sogar umgesetzt werden könnte.

Lienzinger Bürger arbeiten an der Zukunft ihres Dorfs, so lautete sinngemäß der Tenor des Treffens, das immerhin 16 Teilnehmer, darunter alle vier Lienzinger Stadträte, zusammenführte. Nach Auffassung von Arbeitskreissprecher Günter Bächle gehe es darum, auf demokratische Weise einen Lienzinger Dorfentwicklungsplan zu erarbeiten, der nicht „von oben übergestülpt“, sondern „von unten nach oben“ aufgebaut werde.

Während zunächst Mitstreiter der Zukunftswerkstatt die konkreten Leitthemen jener Versammlung reflektierten, hob Bürgermeister Winfried Abicht die Zielsetzung hervor, die laute, im Ort den erkenn- oder auch fühlbaren Handlungsbedarf zu ergründen und von Betroffenen zu erfahren, wo sie der Schuh drücke. Eines der drängenden Themen scheint die Nahversorgung zu sein. Dabei komme der ortsansässigen Bäckerei samt angeschlossenem Lebensmittelsortiment eine durchaus zentrale Bedeutung für den Erhalt einer vitalen Dorfgemeinschaft zu. Gleichwohl müsse sich der Inhaber auf die Einkaufsbereitschaft der Lienzinger verlassen können, sodass sein Betrieb zukunftsfähig sei.

Bevor’s freilich in der Runde am Donnerstag zu sehr ins Detail ging, verständigte man sich auf ein dreiköpfiges Team: Dieses soll die zentralen Themen aus der Zukunftswerkstatt – dazu gehörten auch Wohnen und Arbeiten, die Belastung durch die Ortsdurchfahrt, aber auch der Erhalt des Lienzingen umgebenden Landschaftsbilds samt Natur- und Artenschutz – sichten und ordnen und gewissermaßen als Wunschliste aufarbeiten. In einer nächsten Sitzung wolle man diese Punkte wieder in einer größeren Runde besprechen.