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Im Februar blieb von der alten Friedenslinde in Lienzingen nur noch ein Stumpf übrig.  PZ-Archiv
Im Februar blieb von der alten Friedenslinde in Lienzingen nur noch ein Stumpf übrig. PZ-Archiv
24.02.2017

Lindenfällung in Lienzingen soll auch im Gemeinderatsausschuss behandelt werden

Mühlacker-Lienzingen. Die CDU-Gemeinderatsfraktion begrüßt die Ankündigung von Oberbürgermeister Frank Schneider, die überraschende Fällung der fast 150 Jahre alten Lienzinger Friedenslinde durch die Stadt im zuständigen Gemeinderatsausschuss aufzuarbeiten. „Dabei muss auch offengelegt werden, wer die Verantwortung für den Auftrag an eine Fachfirma zum Absägen gegeben hat und auf welchen Grundlagen“, sagte Fraktionsvorsitzender Günter Bächle.

Denn inzwischen seien selbst Fachleute mit Blick auf den guten Zustand des Stammes davon überzeugt, dass die ortsbildprägende Linde keineswegs krank gewesen sei, sondern noch Jahre hätte stehen bleiben können.

Bächle und seine Lienzinger Fraktionskollegen Bernd Obermeier und Matthias Trück wollen auch wissen, ob vor der Aktion der rechtlich verankerte Ensembleschutz für den historischen Ortskern des Etterdorfes geprüft worden sei und wie es sich mit dem Denkmalschutz verhalte: „Gilt der nur für Private?“ Mit Blick auf die Zukunft müsse der Gemeinderat eine Reglung treffen, um solche klammheimlichen Abholzaktionen prägnanter Bäume künftig zu verhindern. Jedenfalls müsse vorher in den Gremien beraten und die Öffentlichkeit beteiligt werden, so die CDU in einer Pressemitteilung abschließend. „Fingerspitzengefühl können wir aber nicht vorschreiben, das müssen die Verantwortlichen einfach haben.“