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03.09.2012

Lomersheim kommt gut aus Startlöchern

Sieben Punkte aus drei Spielen deuten an, dass sich Phönix Lomersheim gut entwickelt. Patrick Kaltenegger ist in der Defensive und in der Offensive eine Verstärkung.

Nach drei Spielen kann der Fußball-Bezirksligist TSV Phönix Lomersheim zufrieden sein. Angesichts von zwei Siegen und einem Unentschieden steht Phönix als Tabellenzweiter lediglich aufgrund der schlechteren Tordifferenz hinter dem früheren Oberligisten FC Marbach. Falls ihm jemand sieben von neun möglichen Punkten angeboten hätte, dann hätte er wohl eingeschlagen, sagt der Lomersheimer Trainer Eberhard Carl. Unabhängig von den Zahlen ist es für ihn erfreulich, dass die Mannschaft offenbar all jene eines Besseren belehren kann, die aufgrund der Wechsel von Martin Maier und Sören Christofori (zu Germania Bietigheim) und Dominik Murnberger (zum FV Niefern) vermuteten, Phönix stehe im zweiten Jahr nach dem Aufstieg vor einer besonders schweren Saison.

Offensichtlich wurde bereits, dass Neuzugang Patrick Kaltenegger (bisher TuS Ellmendingen) wie erhofft, ein Gewinn ist. Ähnlich wie Maier ist er einer, der auf verschiedenen Positionen Leistung bringen kann – laut Carl aber dennoch ein anderer Typ. Mit seinem Tor beim 2:1-Sieg gegen den TSV Merklingen habe sich Kaltenegger „selbst belohnt“. In jedem Fall sei er aus Trainersicht Teamplayer und einer, der es manchmal fast zu gut meint. „Er gibt 90 Minuten Gas und hilft überall aus.“ Der Vergleich mit dem früheren Verbandsligaspieler Maier, ist jedenfalls nicht weit hergeholt.

Am Sonntag räumte Kaltenegger den Platz auf der linken Abwehrseite und spielte stattdessen hinter der Spitze. Für Phönix stürmte bis zu seiner Auswechslung der vom B-Liga-Absteiger SV Sternenfels gekommene Rony Kastner. Diese Personalie überrascht insofern, als Carl vor Saisonbeginn gesagt hatte, Kastner brauche noch etwas Zeit. Gleich im ersten Spiel war Dennis Oehler dabei, der vom TSV Ötisheim zu Phönix gekommen ist. Er spielt im Mittelfeld auf der rechten Seite. Links hat sich Thomas Fischer zurückgemeldet. Seine Qualitäten sind bekannt, doch nach längerer Abwesenheit war sein Name in den Hintergrund gerückt.

Jugendspieler debütiert

Noch nicht auf der Rechnung brauchte man in der vergangenen Spielzeit Marco Schleeh zu haben. Der Mann aus der A-Jugend kam gegen Merklingen als Abwehrspieler zu seinem ersten Bezirksliga-Einsatz – und erfüllte die Ansprüche des Trainers. Der hatte umbauen müssen, weil Simon Roller, der Dauerbrenner im Lomersheimer Sturm genauso wie Marcel Seyb verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stand: Carl wollte kein Risiko eingehen.

Auf Nachfrage der PZ überschlug der frühere Bundesliga-Profi wie viele der Positionen in der Startelf im Grunde vergeben sind: „Acht.“ Dass sich im Vergleich zu seinen Überlegungen im Vorfeld der Saison bereits etwas verändert hat und Phönix nun ein auf hohem Niveau stehendes Spiel für sich entschied, findet Carl uneingeschränkt positiv. Eine feste Größe ist Torwart Daniel Kern. „In der Defensive stehen wir besser, als in der vergangenen Saison“, sagt er. In welchem Tabellenbereich sich Phönix einordnen kann, wagt er noch nicht vorherzusagen.