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16.04.2010

Mann von Ehefrau mit Messer schwer verletzt

KNITTLINGEN. Streit unter Eheleuten ist an sich nichts Ungewöhnliches. Fliegende Fäuste oder Porzellan gehören bei manchen auch dazu. Dass eine Ehefrau ihren Mann mit einem Messer lebensgefährlich verletzt, ist jedoch die Ausnahme. Am vergangenen Mittwochmorgen aber ist genau das in Knittlingen passiert. Das Opfer der Messerattacke schwebte vorübergehend in Lebensgefahr.

Am Mittwoch gegen 10 Uhr wurde die Polizei durch den Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes darüber unterrichtet, dass in Knittlingen ein 55 Jahre alter Mann mit einer lebensgefährlichen Stichverletzung, die ihm wohl seine gleichaltrige Ehefrau in der gemeinsamen Wohnung mit einem Messer zugefügt habe, zur stationären Behandlung in die Rechbergklinik nach Bretten gebracht worden sei. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Mühlacker haben ergeben, dass es in den Morgenstunden zwischen den Eheleuten, beide deutsche Staatsangehörige, zu einem zunächst verbal geführten Streit kam, in dessen weiteren Verlauf die Ehefrau ihren Ehemann mit einem Küchenmesser an der Schulter verletzt habe.

Der Verletzte habe zunächst eine ärztliche Behandlung abgelehnt. Erst als sich aufgrund des Blutverlusts sein Zustand zusehends verschlechterte, verständigte die Ehefrau den Rettungsdienst. Der Geschädigte befindet sich zwischenzeitlich nicht mehr in Lebensgefahr. Die Kriminalpolizei Mühlacker führt in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Pforzheim gegen die Ehefrau nun Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung. pol