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Cannabis (Symbolbild) ist die in Deutschland am häufigsten gebrauchte und gehandelte illegale Droge. Die Polizei ist Dealern in Knittlingen auf die Spur gekommen. dpa-Archiv
Cannabis (Symbolbild) ist die in Deutschland am häufigsten gebrauchte und gehandelte illegale Droge. Die Polizei ist Dealern in Knittlingen auf die Spur gekommen. dpa-Archiv
15.11.2012

Marihuana-Familienplantage in Knittlingen: Sohn gesteht

Die polizeilichen Ermittlungen zum mutmaßlichen Knittlinger Dealer-Familienbetrieb sind scheinbar abgeschlossen. Vater und Sohn sollen gemeinsam auf dem Speicher eines Knittlinger Wohnhauses eine Cannabis-Aufzuchtamlage betrieben und seit Anfang 2011 regelmäßig Marihuana sowie Amphetamin und Ecstasy verkauft haben. Der 23-jährige Sohn hat bei Polizei gestanden, der 48-jährige Vater schweigt bislang.

Nach Hinweisen, auf den illegalen Drogenverkauf aus einem Wohnhaus in Knittlingen, wurde bereits Anfang August ein Wohnanwesen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Pforzheim und nach richterlicher Anordnung durch Kriminalbeamte der Kriminalaußenstelle Mühlacker durchsucht. Bei der Durchsuchung war der 23-jährige Sohn der Familie zu Hause. Auf dem Speicher fanden die Ermittler drei Cannabis-Aufzuchtanlagen. Insgesamt beschlagnahmten die Beamten 22 Töpfe mit Cannabispflanzen und zum Teil verkaufsfertig abgepacktes, getrocknetes Marihuana, insgesamt 840 Gramm.

Ermittlungen der Mühlacker Kriminalpolizei ergaben, dass der Sohn mit seinem 48-jährigen Vater die Cannabis-Aufzuchtanlage betrieben und aus dem Wohnhaus heraus gemeinsam und gewinnbringend Marihuana, Amphetamin und Ecstasy-Tabletten verkauft haben soll. Täglich seien zwischen vier und fünf Kunden in den Familienbetrieb gekommen, um Rauschmittel zu kaufen. Insgesamt soll es sich um 20 bis 30 Personen gehandelt haben, die von dem Duo ihre Drogen erwarben. Die Polizei konnten Abnehmer ermitteln und vernehmen, die erklärten, dass der Betäubungsmittelhandel der Familie bereits seit Anfang 2011 betrieben worden sei.

Zwar soll es sich bei den einzelnen Geschäften lediglich um Marihuana-Verkaufsmengen im ein- und zweistelligen Gramm-Bereich handeln; aber durch die vielen Einzelgeschäfte der vielen verschiedenen Abnehmer hätte die Familie nicht unerheblich vom Drogenhandel profitiert. Im Zuge der Durchsuchung fanden die Ermittler rund 1.600 Euro Bargeld, bei denen es sich zweifelsfrei um Einnahmen aus Betäubungsmittelverkäufen handeln soll. Das Geld wurde deshalb einbehalten.

Während sich der Sohn den Beamten gegenüber geständig zeigte, äußerte sich sein Vater bislang noch nicht zur Sache. Nach Abschluss der ersten Ermittlungen wurde der Sohn auf Weisung der Staatsanwaltschaft Pforzheim wieder auf freien Fuß gesetzt. Beide mutmaßlichen Dealer erwartet ein Verfahren wegen gemeinschaftlichen illegalen Handeltreibens mit Betäubungsmittel in nicht geringer Menge. pol

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