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Maulbronner Gemeinderat diskutiert über Erziehungsfragen.
Maulbronner Gemeinderat diskutiert über Erziehungsfragen © Lutz
17.11.2011

Maulbronner Gemeinderat diskutiert über Erziehungsfragen

MAULBRONN. Im Maulbronner Gemeinderat ist eine Diskussion darüber entbrannt, inwieweit Stadt und Gesellschaft für die Kindererziehung zuständig sind. Dabei wurde wieder einmal deutlich, wie unterschiedlich die Stadträte teilweise die Aufgaben der Stadt interpretieren.

Bürgermeister Andreas Felchle nutzte den Rahmen der jüngsten Gemeinderatssitzung, um eine Diskussion darüber anzustoßen, ob es sinnvoll sei, auch noch in einigen Jahren Kindergärten zu betreiben, die sich kaum mehr rentierten, ob es nötig sei, dass die Gemeinde die Erziehung der Klosterstädter Kinder übernehme und ob es nicht generell so sei, dass sich das Verhalten der Erziehungsberechtigten in letzter Zeit doch arg in eine Richtung entwickelt habe, die nicht unbedingt als positiv angesehen werden könne.

„Objektiv betrachtet erfüllt Maulbronn sämtliche Anforderungen, die uns von Seiten des Gesetzgebers vorgegeben werden, aber das subjektive Empfinden der Mütter und Väter ist offensichtlich so, dass sie sich im Recht sehen, immer wieder neue Forderungen zu stellen“, so Felchle. Er beobachte in den vergangenen Jahren verstärkt den Trend, dass die Eltern allem Anschein nach der Ansicht seien, dass die Gesellschaft die Erziehung der Kinder zu übernehmen habe und das am besten „von morgens sechs bis abends 18 Uhr“. Ein Großteil der Stadträte gab Felchle Recht in seinen Äußerungen, insbesondere aus den Reihen der Liste Mensch und Umwelt gab es jedoch auch Gegenwind.

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