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Ein Maulbronn-Besuch ohne Abstecher ins Kloster? Für Tobias Küenzlen nach wie vor undenkbar. Foto: Lutz
Ein Maulbronn-Besuch ohne Abstecher ins Kloster? Für Tobias Küenzlen nach wie vor undenkbar. Foto: Lutz
12.07.2018

Maulbronner Theologe Tobias Küenzlen kehrt zurück aus Rom

Maulbronn. Es gab nicht wenige, für die war der Fall klar: Als vor einigen Monaten die Nachricht durchsickerte, die Pfarrstelle in Maulbronn müsse neu besetzt werden und einige Tage später bekannt wurde, der ehemalige Leiter des örtlichen evangelischen Seminars kehre zurück nach Deutschland, dachte mancher, man müsse nur eins und eins zusammenzählen.

So kann man sich täuschen. Denn Tobias Küenzlen, der nach seiner Zeit als Maulbronner Ephorus in Rom evangelische Studenten betreute, hegt und pflegt zwar weiterhin gute Kontakte in die gesamte Region – die Pfarrstelle sei für ihn jedoch nie eine Option gewesen. Das ist ein Verlust für Maulbronn, denn wer Küenzlen einmal predigen gehört hat, weiß, was der Klosterstadt entgeht.

Der 60-jährige Theologe hat etliche Fans in der Region – zu ihnen gehört auch der Unternehmer Wolfgang Hofmann, der Küenzlen extra aus Rom einfliegen ließ, damit dieser die Predigt anlässlich der Goldenen Hochzeit der Hofmanns halten konnte. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass Küenzlen derzeit in der Gegend weilt und zu einem Treffen bereit ist. Auf die Maulbronner Pfarrstelle angesprochen, zitiert er den Philosophen Heraklit: „Niemand steigt zweimal in den selben Fluss.“ Stattdessen wird Küenzlen ab September im Dekanat seiner Heimatstadt Waiblingen arbeiten, Predigten halten, Projekte betreuen, Konfirmanden unterrichten. „Für mich schließt sich somit ein Kreis“, sagt Küenzlen – nicht nur die Rückkehr in die Stadt seiner Jugend, auch die Arbeit mit jungen Menschen, die ihm am Herzen liegt, machten die Aufgabe sehr reizvoll.

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