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28.06.2011

Maulbronner Verein unterstützt Mütter in Not

MAULBRONN. Das persönliche Erleben und die Begegnung zwischen Menschen und Kulturen steht im Mittelpunkt der Arbeit des Maulbronner Vereins „Hilfe für Litauen“ und führt immer wieder zur Realisierung wichtiger Hilfsprojekte in dem baltischen Land. Nun hat der Verein ein weiteres beispielgebendes Projekt abgeschlossen: in der Gemeinde Skirsnemune wurde ein Mutter-Kind-Heim für Frauen in Not eingeweiht, das von „Hilfe für Litauen“ maßgeblich unterstützt wurde.

Waldemar Scheffler, Mitbegründer und langjähriger Geschäftsführer von „Hilfe für Litauen“ war der Mitinitiator des Projektes. Vor drei Jahren besuchte Scheffler die Gemeinde Skirsnemune (etwa 3000 Einwohner). Dort war er geboren und hatte die ersten acht Jahre seines Lebens verbracht ehe die Familie nach Deutschland übersiedeln musste. In Skirsnemune wurde er auf eine Initiative des dortigen Pfarrers der evangelischen Gemeinde, Mindaugas Kairys, aufmerksam. Der hatte im alten, leer stehenden Pfarrhaus zwei Frauen mit ihren Kindern untergebracht. Wegen schwerer familiärer Probleme konnten und wollten die Frauen nicht länger mit ihren Männern zusammenleben, Pfarrer Kairys hatte ihnen das Pfarrhaus als Not-Wohnunterkunft angeboten. Allerdings: „Wie die Frauen mit ihren Kindern dort lebten, das hat mich schwer erschüttert. Das Haus war alt und völlig baufällig, das Dach war nicht mehr dicht, das Haus war eigentlich gar nicht mehr bewohnbar“, erinnert sich Scheffler. Für ihn war klar: hier muss geholfen werden, denn das Projekt ist notwendig und wichtig. Durch „viele kleine und große Spenden“ aus der Region und eine Zuschuss des Gustav-Adolf-Werkes Württemberg kamen in den vergangenen zweieinhalb Jahren insgesamt 40 000 Euro zusammen. Das Geld wurde nach Angaben Schefflers in Baumaterial investiert. Umgebaut wurde das Haus in Eigenarbeit durch Mitglieder der dortigen Kirchengemeinde und im Rahmen eines Jugendprojekts. Gar