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Neben ihrer Ausbildung zur Hotelfachfrau kümmert sich Wild außerdem um Husky-Hündin Hera. Foto: Privat
Neben ihrer Ausbildung zur Hotelfachfrau kümmert sich Wild außerdem um Husky-Hündin Hera. Foto: Privat
17.01.2019

„Mein Alter ist eine Chance“ - 17-Jährige aus Lomersheim will in den Kreistag

PZ-Interview mit der 17 Jahre jungen Maria-Magdalena Wild aus Lomersheim, die sich bei der Kommunalwahl im Mai für die SPD als Kreistagskandidatin aufstellen lässt. Die „Pforzheimer Zeitung“ hat mit ihr gesprochen.

Mühlacker. Maria-Magdalena Wild aus Lomersheim ist bereits in jungen Jahren sehr an politischen Themen interessiert. Sie ist Mitglied der SPD in Mühlacker und lässt sich bei der Kreistagswahl am 26. Mai als Kandidatin aufstellen.

PZ: Mit 17 Jahren verbringen junge Frauen ihre Zeit in der Regel mit Shopping, gehen mit Freunden aus oder beschäftigen sich mit den sozialen Medien. Woher kommt bei Ihnen das Interesse an Politik?

Maria Magdalena: Zunächst einmal finde ich, dass das ganz schön viele Vorurteile sind. Ich weiß, es gibt viele Mädchen in meinem Alter, die sich mit Shoppengehen, Styling, Mode und Social Media beschäftigen, aber ich habe viele Freundinnen, die sich auch anderen Sachen widmen. Ich wollte etwas machen, das mich von eben diesen Vorurteilen abhebt. Ich interessiere mich sehr für Politik und finde es eigentlich sogar schade, dass ich erst jetzt damit angefangen habe. Es ist cool, mit Leuten über unterschiedliche Themen zu reden und zu diskutieren. Die Politik ist außerdem ein Themenfeld, das mich vom Alltagsstress abschalten lässt.

Warum haben Sie die SPD als Ihre Partei gewählt?

Ich habe mir viele Gedanken darüber gemacht, welche Partei am Besten zu mir passt. Aber schnell war klar, dass es die SPD sein wird. Auf der einen Seite stamme ich aus einer Arbeiterfamilie. Ich musste für alles in meinem Leben immer hart arbeiten. Das heißt, ich brauchte eine Partei, die für Arbeiter einsteht und da war die SPD mit ihrem Vorläufer der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei genau die Richtige. Die Grundwerte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität sind für mich Lebensgrundsätze. Auf der anderen Seite war mein Uropa Kurt Wild lange Zeit auf Kreisebene im Landkreis Lörrach und als Stadtrat in Rheinfelden tätig, was mich sehr beeindruckt und motiviert hat, den Namen Wild wieder in der SPD starkzumachen und die Gedanken meines Uropas weiterzuleben.

Welche politischen Themen beschäftigen Sie besonders?

Für am wichtigsten halte ich soziale Gerechtigkeit. Gerechtigkeit beim Zugang zur Bildung, zum Arbeitsmarkt und bei Lohnverhältnissen. Ich bin für den Mindestlohn und die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen. Sehr wichtig ist mir der kostenfreie Zugang zur Bildung – von der Kita bis zur Universität. Hinzu kommt, dass in den Schulen vermittelt wird, wie wichtig Politik ist und mehr dazu animiert wird, in dieser mitzuwirken. Etwas tun sollte sich außerdem im Gesundheitswesen. Dass wir in Deutschland zu wenige Pflegekräfte haben – das muss sich ändern. Deshalb ist es gut, dass wir eine Pflegereform bekommen, um die Arbeitsbedingungen der Pfleger zu verbessern und die Institutionen mit mehr Geldern zu versorgen.

Mehr lesen Sie am 18. Januar in der „Pforzheimer Zeitung - Region Mühlacker“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.