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Oskar Lindauer blickt auf ein abenteuerreiches Leben zurück. Kollros
Oskar Lindauer blickt auf ein abenteuerreiches Leben zurück. Kollros
19.12.2016

Metzgermeister hat „Net bloß g’schafft“

Mühlacker. Ein „Urgestein“ im Lebensmittelhandwerk im Raum Mühlacker kann am Dienstag seinen 90. Geburtstag feiern: Die Rede ist von Metzgermeister Oskar Lindauer, der einst in der ehemaligen „Jakobshöhe“, der Betriebskantine der damaligen Ziegelwerke – etwa im Bereich des heutigen Edeka-Markts gelegen –, „groß geworden“ ist und Mitte der 1960er Jahre am Eckenweiher mit einem eigenen Metzgereineubau samt Mehrfamilienhaus als – neudeutsch ausgedrückt – Investor ein Zeichen für die wirtschaftliche Entwicklung in der Stadt setzte.

Nach einer aus seiner heutigen Sicht „schönen Kindheit“, verbunden mit viel „Abenteuervergnügen im Umfeld der damaligen Baggerseen der Ziegelei“, trat Oskar Lindauer als Jüngster von drei Geschwistern 1940 eine Metzgerlehre an. Relativ schnell nach deren Abschluss wurde er zum Militär eingezogen, ein früher Lebensabschnitt, der mit britischer Gefangenschaft 1948 in Afrika endete. Zurück in der Heimat trat er in den väterlichen Metzgereibetrieb mit Gaststätte und Kantine ein, den er dann wenige Jahre später nach dem Unfalltod seiner Eltern eigenverantwortlich weiterführte.

Zwei Jahre später trat Alice, eine Bedienung im damals legendären Café Central, in sein Leben – es „funkte relativ schnell“, 1953 wurde geheiratet und ein Jahr später wurde nicht nur die Meisterprüfung abgelegt, sondern auch die Tochter Ute geboren und zwei Jahre später der Sohn Hans. Für beide fiel der sprichwörtliche Apfel nicht weit vom Stamm, sie traten in den 1970ern ins Geschäft ein. Zu der Zeit war bereits der Neubau im Eckenweiher errichtet, wo dann zunehmend der Nachwuchs die Verantwortung übernahm, der Senior aber weiterhin im Laden Präsenz zeigte.

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