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11.08.2010

Millionen für Maulbronner Kloster

MAULBRONN. Auch die Bauarbeiten hinter den Kulissen des Klosters Maulbronn schreiten voran. Umbau und Instandhaltung des Laiendorments, in dem heute Schlafräume der Schüler des evangelischen Seminars untergebracht sind, stehen nach Angaben der Bauleitung von Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Pforzheim, kurz bevor.  

Die Sanierung des Herrendorments, früher Schlafraum der Mönche und heute Arbeits- und Unterrichtsräume für die Seminaristen, befinde sich in der Planungsphase. Bei beiden baulichen Maßnahmen handelt es sich laut Bauleitung nicht um einen kompletten Umbau, sondern um Sanierung und Bestandserhaltung der in den 70er-Jahren ausgebauten Räumlichkeiten.

Die Arbeiten werden im Rahmen der Investitionsförderung für baden-württembergische Unesco-Welterbestätten von Bund und Land gefördert (die PZ berichtete). Das Kloster Maulbronn wird 2010 mit rund 1,5 Millionen Euro Bundesmitteln und drei Millionen Euro Landesmitteln bedacht. Insgesamt fließen von Bund und Land dieses Jahr rund sieben Millionen Euro in die drei baden-württembergischen Welterbestätten, wie Wirtschaftsminister Ernst Pfister gestern mitteilte. Das Land investiert 4,23 Millionen Euro, der Bund beteiligt sich mit rund 2,73 Millionen Euro. Bund und Land decken somit zu je einem Drittel die Investitionskosten für Maßnahmen, die der Erhaltung, Sanierung oder Weiterentwicklung der Welterbestätten dienen und modellhaften Charakter für die städtebauliche Entwicklung der Welterbekommunen besitzen. Das letzte Drittel muss bei kommunalen Projekten die Kommune übernehmen. Befindet sich die UNESCO-Welterbestätte im Landeseigentum, übernimmt diesen Teil auch das Land.Mit rund 1,26 Millionen Euro werden Investitionen in den Erhalt der Klosterinsel Reichenau unterstützt, während der Obergermanisch-Raetische Limes mit rund 1,2 Millionen Euro an Bundes- und Landesmitteln gefördert wird.